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reicherem Graswuchse, auch auf unsere Pferdezucht eine wohl
thätige Einwirkung.
Von Holstein weiß ich Ihnen von der Pferdezucht
einzelner Landschaften, wie fast von jedem Zweige der Bes
triebsamkeit, bei der auffallend kleineren Zahl guter Ortbes
schreibungen, weniger noch als von Schleswig zu melden.
Das ist bekannt, daß in den Elb marsch en vorlängst, wenn
nicht die Heimath, doch das Weideland holsteinischer Pferde
war, und daß hier die Pferdezucht für einen vortheilhaften
Erwerbzweig gilt. Nähere gründlichere Berichte über den
Zweck, Betrieb und Erfolg wären von dorther besonders wün-
schenswerth. Landwirthschaftliche Distriktsbeschreibungen sind
dieser merkwürdigen Gegend bisher nicht zu Theil geworden,
und die bekannten Reisebeschreibungen Thaer’s und Kieses
wetter’s enthalten von ihrer Pferdezucht nichts. In Diths-
marschen soll sich die alte Neigung zur Pferdezucht, deren
Dankwerth schon erwähnt, noch nicht verloren haben; fast
jeder Hausmann oll sich damit beschäftigen, und Begüterte
mit großem Vortheil darauf ihr Augenmerk richten *). In
dem östlichen Amte Cis mar sind die Pferde nur von mitts
lerer Größe, doch von gutem Ansehen und dauerhaft im Ge-
brauch. Es werden auch viele hier aufgezogene Pferde an.
Fremde zu sechzig, siebzig bis hundert Thalern verkauft %)
Aber besonders wird in den Ploensch en Aemtern, nicht nur
für eignes Bedürfniß , sondern auch für den Markt, vorzügs
lich für den Oldesloer, manch gutes Pferd gezogen. Diese
Neigung für die Pferdezucht soll dort noch aus älterer Zeit
herstammen, und durch die Lust der ehemaligen ploenischen
Ü
M
*) Prov. Ber. 1789 IV. S. 74.
e) Prov. Ber. 1841. VI. S. 126.

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