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vernachlässigt. In Eiderstedt ist die eigne Art nicht vor-
züglich, ist auch für die Zucht jetzt wenig Neigung; die mei-
sken Pferde sind dänischer Abkunft , auf benachbarten Märk-
ten aufgekauft #). In der Landschaft St apelh olm und
in der Hohnerharde **) war der Pferdehandel bedentend,
ob von eigner Art und Zucht, ist nicht bekannt.
So viel von einzelnen schleswigschen Landschaften. Was
die schleswigsche Pferdezucht im Ganzen betrifft, ver-
weise ich Sie auf das neuere günstige Urtheil eines kundigen
Landwirths *). „Es werden nicht nur, wie Herr Iver-
sen bemerkt, von manchen Gutsbesitzern ausgesuchte Füllen-
stuten gehalten, sondern es legt auch fast jeder Bauer jähr-
lich ein oder zwei von den besten Stuten genommene Füllen
zu, und die Güte der Beschâler wird mit Aufmerksamkeit
beachtet. Besonders zeichnen sich darin die Eigenthumsbauern
im Schleswigschen aus, so daß man selten einen Landmannn
dieser Art sieht, der nicht mit einem guten, gleichgestalteten
Gespanne fährt. Und die kleinen Bauern, welche die jungen
Pferde nicht bis zur vollen Reife halten können, verkaufen
ihre Füllen zwei- bis dreijährig an die Marsschbewohner, oder
die Inhaber von Marschländereien, wo sie auf.. der guten
Weide ihre Vollendung erhalten, bis sie zur Ausfuhr ge-
eignet sind.’ Derselbe Beobachter und Kenner unserer
Wirthschaft verspricht sich noch von der Bemergelung, ihrer
merklichen Verbesserung des Weidelandes und dessen künftig
) Handbuch 1. S. 200 u. 233.
*") Handbuch I. S. 327 u. 355.
"") Iverssens Beiträge zur Kenptniß der schleswig : holsteinischen
Landwirthschaft S. 114.
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