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In unserm Lande folgten mehrere Gesetze nach einander,
welche die Beför derung der Pferdezucht beabsichs
tigten. Die Geschichte dersetben habe ich an einem andern
Orte *) erzählt. , Dort lieset man die Bestimmungen der
vier innerhalb zwanzig Jahren von 1779 bis 4798 ergange-
nen Verordnungen, die Beschränkungen der Pferdebesitzer
in den früheren, die Wiederbefreiung in der neueren und
neuesten. Sie sind treffende Zeugnisse der Wahrheit jenes
Ausspruchs Melon’s: dans l’alternative entre la liberté
et la protection il seroit bien moins nuissible d’oter
la protéclion que la liberté. Glücklicherweise kam die
Regierung schon im Jahr 1785 von dev belästigenden' Ein-
mischung in die Privatverhältnisse der Landleute zurück. Sie
selbst nannte sie unzuträglich, und erklärte: ihren festen Ents
schluß: „den Zweck fernerhin ohne Einschränkung der natürs
lichen Freiheit zu befördern, und die Pferdezucht ohne Zwang
und Strafgebote in Aufnahme zu bringen.'~. So wurde
denn die bis dahin vorgeschriebene unbedingte Besichtigung
aller zweijährigen Hengste, wie das Verbot. nicht gebilligte,
weder zum Belegen zu gebrauchen, noch überhaupt zu hal-
ten, abgestellt; abgestelt wurden die Geldbußen und der
Strafverlust der so belegten Stuten und die Verpflichtung
zu Verzeichnissen von allen belegten Stuten und erzeugten
Füllen, sammt den zahlreichen Bescheinigungen und Berich=
ten; abgestellt wurde die anstößige Vertheilung jener Strafs
gelder unter die Eigenthümer der tüchtig befundenen Bo-
schäler. Und statt aller dieser Plackereien für Pferdeeigen-
“Mei
kerhaltung der Hengste davon zu bestreiten. Daher findet man
in Mecklenburg bei den Hufen so oft Pferde guter Art.
?) Miscellaneen U. 2. S. 144-485.

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