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Die Pflugarbeit mit dem Pferde macht die Menschen
thätiger; die Trägheit des Ochsen ist ansteckend; die nöthige
Schonung desselben wird Ausrede der Faulheit). An Men-
schenarbeit wird allein schon gewonnen, was die Pferde etwa
an Kornfütterung mehr kosten **).
Keinesweges soll aber die Pferdezucht einzig nur auf
Acker- und Lastthiere sich beschränken; sie mag, mit der Land-
wirthschaft gar wohl verträglich, auch auf die Anzucht eines
schönen Reit- und Wagenpferdes zur Ausfuhr ihr
Augenmerk richten. Doch. nicht zu Rusfuhr allein! Warum
nicht auch für das Inland, für Männer in Städten so gut,
wie auf dem Lande, für Beamte und Gelehrte, für Alle,
die ein schickliches Pferd bezahlen und halten können? Es
ist wohl eine Angelegenheit bescheidener Hoffnung werth,
daß die Zahl der nothgedrungenen Fußgänger nicht jährlich
sich vergrößere, und daß, nach dieser argen, wieder eine ge-
müthlichere Zeit komme, in welcher, wie Hr. von Knobels-
dorf von England rühmt, „nach dem eigenen Heerd auch
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Mecklenburgische Ochsen gehen vor dem Pfluge so rasch wie
holsteinische Pferde. Ein Knecht in Mecklenburg, der freilich
die Ochsen zweimal am Tage wechselt, pflügt an einem Tage
mehr Laud um, als ein holsteinischer Knecht mit Pferden. Im
Ganzen arbeitet der Mecklenburger mehr als der Holsteiner und
ist auch genügsamer mit Kost und Lohn. Verhältnißmägig
braucht man in Mecklenburg weniger Menschen, aber mehr
Zugthiere als in Holstein. Anm. eines La n d wirt hs.
"V Dieser wichtige Grund für die Pferdearbeit beim Feldbau
wird auch geltend gemacht von dem Verfasser eines sehr gründ-
lich ausgeführten Aufsaßes unter der Ueberschrift ; „„Bewiß wird
nach dem jetzigen Stande der Landwirthschaft in Meckleuburg
auch hier das Pferd den Ochsen bei der Feldarbeit verdrängen‘
in den Neueu Ann, der Moedctlb. Landw. Ges, VII. W S 732.

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