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Michts ist gedeihlicher für junge Pferde und befördert mehr
ihre Stärke und Ausdauer, als freie Bewegung auf großer,
nicht zu fetter Weide. Keine Pferde sind stärker im Hinter-
theile als die aus wilden polnischen Gestüten.'
So weit die Meinung meines Freundes.
Nach dem, was ich bisher über des holsteinischen Pfer-
des Art und Zucht und zur Geschichte derselben sammelte,
erlauben Sie mir nun noch die Fragepunkte zu bezeichnen,
worüber, meirnes Erachtens, die Belehrungen der Wirths
schafts- und Pferdekundigen unter Ihren Mitarbeitern vor-
züglich zu wünschen sind. Sie betreffen zu ert die unserer
Pferdezucht zu bestimmende Richtung; zweit ens das bei
ihrer Verädlung zu beobachtende Verfahren; drittens die
zu ihrer Beförderung angemessenen Mittel; viertens ihre
Verträglichkeit mit dem neuen Betriebe und mit dem lands
wirthschaftlichen Interesse schleswig-holsteinischer Güter; fünf-
tens den wirklichen Zustand. derselben in einzelnen namhafs
ten Landschaften beider Herzogthümer, und sechst ens die
gegenwärtigen Bedrängnifse und was unter denselben für die
Pferdezucht zu thun sey.
1. Ziel und Richtung der Pferdezucht bestimmt zu
allererst des Landes eigenes wichtigstes Bedürfniß, und darf
also in unserm nur durch den Bau seines Ackers und seines
Viehes Weide seinen Wohlstand bauenden Lande sichtbar
nur feiner Pferde größere Arbeitstüchtigkeit und
Dauer und der dazu tüchtigste Schlag seyn. Ist es wahr,
daß in der frühern Zeit unsers blühenden Pferdehandels für
die Schönheit des Thieres und für die Ausfuhr schöner Reit-
und Wagenpferde zu viel gethan; ist es wahr, daß damals
das tüchtige und nützliche A>ker= und Karrenpferd und die
Erhaltung und allgemeinere Verbreitung des ursprünglich

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