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das metklenburgische Pferd erst später und mit den Jahren
aus, aber in der Dauerhaftigkeit behaupte es vor vielen an-
dern den Vorzug und sey zur Arbeit und zum Betriebe des
Actkerbaues von unschätzbarem Werth. Nur durch vielartige,
unzweckmäßige Kreuzung und Mischung mit fremdem Blute
sey der ursprünglich gute mecklenburgische Stamm entartet,
und besonders durch die Einführung der eine Zeitlang so be-
liebten holsteinischen Pferde und das Kreuzen mit denselben
sey er zu Grunde gerichtet.
Indem ich die nähere Würdigung sowol des Tadels der
holsteinischen Pferde, wie der Vorwürfe gegen die früheren
Pferdezüchter und ihre angebliche Schuld an der Ausartung
und dem Verfall unserer Pferdezucht, den Kennern und Kuno
digen unter unsern Landwirthen gebührend anheim gebe,
kann ich nicht unterlassen, über die mehrgedachte Ansicht
Ihnen folgende Aeußerung eines Freundes mitzutheilen, auch
eines 'Selbstwirthschaftenden und Erfahrenen, desseiben, von
dem Sie einige Anmerkungen diesem Schreiben beigefügt
finden.
„Zu sehr, meint er, werde die frühere Liebhaberei und
das Absehen derer, die sie nährten, hervorgehoben, und einer
irrigen Richtung der früheren Pferdezüchter zu viel Schuld
beigemessen; dagegen werde ein anderes, folgenreicheres Er-
eigniß gärzlich übersehen: nämlich die Aufhebung der
Leibeigenschaft und die seitdem in den letzteren beiden
Jahrzehenden, auch durch. die Bemergelung und andere zu-
Im fünften Jahre, bei gntgenährten Pferden, sind diese Fehler
nicht so zu bemerken; aber im siebenten, achten und nennten
Jahre zeigen sie sich. Auch avf die Hufe wirkt die Anz"cht im
Stalle nnd die zu frühe Auspannung. . An m. eines La und-
wirths.

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