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Art seinem Geburtslande, wenn und wo sie nöch vorhanden
ist, in ursprünglicher Reinheit erhalten oder durch eine tüchs
tigere Abkunft mittelst zweckdienlicher Verädlung ersetzt werde.
In meinen Jugendjahren war es wol einer meiner kühneren
Wünsche, einst auf eigenem eingebornen Rosse des Vater-
landes Kunde nachzujagen. Von solchem Nebermuthe bald
geheilt und auf eigenen Besitz verzichtend, schloß ich mich
lange schon bescheiden dem. Fußvolke an.. . Aber die Liebe für
das holsteinische Pferd, der Eifer für seine Erhaltung und
Pflege, wie jeglicher Gabe, mit der die Natur so mütterlich
unsere Heimath ausstattete, ist mir unwandelbar geblieben,
je uneigennütziger, desto aufrichtiger.
Die Pferdezucht ist, wie Sie wissen, in unsern Herzog-
thümern sehr alt. Ob das holsteinische Pferd tartarischer
Abkunft, wie von dem dänischen behauptet worden #); ob
es, wie dieses, zur Zeit Odin’'s ins Land gekommen sey;
ob vor Einführung des Christenthums die Pferdezucht in
Holstein stärker gewesen, und der verbotene Genuß des
Pferdefleisches frühe schon ihro Abuayme verursacht habe,
überlasse ich Ihrer Nachforschung. Daß in' Holstein, wie it
Dännemark, die Geistlichen auf ihren großen Gütern Pferde
angezogen und wol eine auserlesenere Art aus der Fremde.
sich verschafft haben, will ich nicht bezweifeln. - Geschichtliche
Nachrichten von holsteinischer Pferdezucht sind mir nur bis.
ins 16te Jahrhundert zurück bekannt. Heinrich Ranzau
rühmt den Erwerb der Einwohner durch ihre Pferdezucht **).
Sie wissen ferner, was Dankwerth vom alten Ruhme
*) E. Viborg Bidrag
Hesteavl. Kbh. 1800.
) Pluimum ertolutzezriti
til en histoske Udsigt over Danmarks
ex equerum gregibus ad ineolas redit,

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