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Die Durchsicht der Protocollationsverordnung bestätigt dies
auch. Die Verordnungen vom 2Wsten Sept. 1698 verfügen
im g. 15 gleichförmig, daß hinter der Linie delirt werde, mit
denselben Worten, als dieser Punkt in der Verordnung für
die großfürstlichen Städte bestimmt is-, Die unitorme Con-
stitution vom 10ten Sept. 1724 §. 8 und. die Verordnung
vom 12ten Jun. 1739 g. 14 bestimmen gar nichts. In sol:
chen Fällen muß aber die Delirung hinter der Linie angenom-
men werden. Dies gilt auch von allen andern Protocollations-
verordnungen, mit Ausnahme der für die adel. Güter, für
deren Hintersassen, für die Kanzeleigüter und für Süderdiths
marschen. Außerdem kann vielleicht auch noch die Delirung
vor der Linie in denjenigen Districten vorkommen, für die
keine besondere Protocollationsverordnungen vorhanden sind
(d. h. in den großfürstlichen Districten, im Amte Steinburg,
in der. Grafschaft Ranzau und in der Stadt Altona), wo denn
das Verfahren durch die Praxis bestimmt ist. Durch die nö-
thigen Nachrichten hierüber mögen Kundige zur Vervollstän-
digung unserer Rechtskenntnisse beitragen,
... M Zu S. 62 dieses Hefts. Als privilegirt sollen. an
einigen Orten auch diejenigen Forderungen angesehen werden,
für welche eine Wardirung Statt gehabt hat. Ohne Zweifes
ist dieser Vorzug des pignoris judicialis an beweglichen Sachen
nur da zu statuiren, wo das Faustpfand einen Vorzug genießt,
hier aber auch durchaus begründet. Die Wardirung ist zwar
jetzt eigentlich nur als eine Art des Arrestes anzusehen. Daß aber.
früher die wardirten Sachen in den Besitz des Gläubigers
kamen und als Faustpfand betrachtet wurden, leidet keinen
Zweifel, dadurch aber, daß das Verfahren ein anderes ge-
worden, sind die Rechtsverhältnisse selber nicht nothwendig
geändert,
Zu S. 97. In Ansehung des in der großfürstlichen Vers
ordnung §. 2 a. E. erwähnten Privilegii des Rathsweinkeller-
pächters ist es i.1 einer vor dem academischen Consistorio ver-
handelten Rechtssache zur Frage gekommen, ' ob der Pächter,
falls der Keller verafterpachtet worden, das. Privilegium. für:
solche Weine geltend machen könne, die er nicht. aus dem
Keller, sondern aus seinem Hause verkauft hat. Es. ist da-
geger entschieden, und dieses Erkenntniß in supplicatorio
bestätigt worden. Die Natur eines Realprivilegii bringt auch
diese Beschränkung nothwendig mit sich.
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