Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Zweiter Band)

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durch öffentliche Urkunden bezeugt, kein dingliches Recht zu bet 
wirken vermochte. In neuern Zeiten hat man wohl die protv- 
eollirte Hypothek eine hy potheca publica genannt, welches 
äuch an sich nicht unrichtig ist, doch leicht zu Mißverständ- 
nissen führen kann. ; 
.. 5) Zu S. 742. Die in einem Rescript von 43ten Mai 
4735 an den Magistrat in Flensburg erlassene Bestimmung 
(bei Ambrostus Il. S. 47) verdienr bemerkt zu werden. Sie 
lautet, nach einex mitgecheilten Abschrift in den verbis dis-. 
sitivis dahin : daß simple Wechsel vor der Verfallzeit ohn 
rh; und Consens des Debitors nicht zu protocolliren, 
noch das Protocoll zu schließen sey,. folglich ein Creditor sich 
dieses remedii erst nach der Zeit, da der Wechsel verfallen, 
bei nicht geschehener Bezahlung, bedienen könne, in diesem 
Falle aber vorher keine Citation auf Verhör des Debitoxis 
nöthig, sondern die Schließung des Protocolls als Species 
Arresti hiernächst ordentlich zu afterfolgen. | 
6) Zu S. 752 ad a) wäre zu bemerken, daß die Pachtz 
contracte nicht von der Rentekammer zugesandt zu werdetr 
brauchen, fondern gewöhnlich im Verwahrssam des Protvcolls 
führers (wenn dieser Hebungsbeamte ist) sich befinden. Auch 
soll die Delirung in diesem Falle unentgeltlich geschehen. 
_ H) Zu S. 749 Note, Das zur Erläuterung angeführte 
Beispiel ist nicht ganz passend gewählt, da das Protocoll itt 
Kiel und in den beiden andern ehemals groffürstlichen Städ- 
ten, nur Realfolien hat. Dabei ist jedoch zugelassen, nicht nur 
Generalhypotheken, sondern: auch simple Wechsel protöcollirer 
zu lassen, und zwar. so , daß das gesammte im Weichbild der 
tadt belegene Vermögen dadurch afsitirt wird. Wenn ei 
uur. Grundstücke und mehrere Folien hat, so kann 
die sehr schwierige Frage entstehen, wie in einem solchen Falle 
die Generalhypotheken und simple Wechsel -zu collociren sind, 
wenn jedes. Folium mit dergleichen Forderungen beschwert ist. 
ff 8p Zu S. 752 u. 753. In Betreff der verschiedenen 
Delirungsarten“ | von. einem schleswigschen Beamten die Be- 
merkung gemac,t worden, daß die Delirung - hinter der Linie 
zwar die natürlichste sey, aber doch ihre Unbequemlichkeiten habe,, 
und daß die Art, wie man im Hölsteinischen als erstes, 2tes 1c. 
Geld pröôtocollire, Vorzüge habe. Dvch könne man sich burt 
Stivulationen helfen, wenn man nur wisse, was Rechtens sehs. 
Von einem Andern ist bemérkt wordev daß in den Het- 
zogthümern die Delirung vor der Linie nicht die Regel bilde. 
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