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Occupation der herzoglichen Lande, zu welchen bekanntlich das
Amt Tondern gehörte, die Einführung des neuen Pflugregisters
verhindert. Noch jetzt ist die Pflugzahl der Geestharden im Amte
Tondern dieselbe als anno 1711, wie die Beschreibung des Amtes
in den Urkunden und Materialien I[[I[. Bd. S. 6 ausweiset. *)
Auch mit der Freiheit der Kirchenländereien ist es wohl bei
dem Alten geblieben. Nur die Anzahl der Besoldungspflüge
hat sich verandert. Statt 2571 betragen sie jetzt nur 22198
Pflüge, Vielleicht liegt der Grund dazu in einer Verminderung
der Kirchspielvogteien. Welche Bewandniß es aber ssonst mit
diesen Bessoldungspflügen hat , ist mir nicht klar geworden.
Nach der angeführten Beschreibung des Amts Tondern sind
diese Pflüge in rerum naiura gar nicht vorhanden. Dessen
ungeachtet müssen einige Abgaben davon entrichtet werden.
In älteren Zeiten ruhten diese Pflüge wirklich auf einzelnen
Höfen und Ländereien, nämlich auf den von den Hardesvögten
und Kirchspielvögten bewohnten Landftellen. Denn beide Aem-
ter wurden damals von Hardeseingessessenen verwaltet, wie
aus den im 2ten Bande meiner Sammlungen S. 143 ent-
haltenen Nachrichten zu ersehen ist. Darnach sollte man aber
glauben, daß die Besoldungspflüge von der Zahl contribuabler
Pflige abgehen müßten, und daß, wenn alles Land in den
Geestharden zu 539 Pflügen angeschlagen wird, von wenigern
Pflügen contribuirt werden müsse, nicht aber von mehreren, wie
doch schon 1711 wirklich der Fall war, und auch noch immer
der Fall iste Ich füge den Wunsch hinzu, daß es einem der
Beamten in den Tonderschen Geestharden gefallen möge, die
vorhandenen Nachrichten über ‘die Veränderungen mit den Be-
soldungspflügen zu sammeln und dadurch. das, wie es scheint,
ziemlich verwickelt gewordene Verhältniß gehörig aufzuklären.
Aus den Bemerkungen der Commission mag noch folgende
Notiz uper die Art der landwirthsschaftlichen Ackerbestellung
hier mitgetheilt werden. „„Die Art wie der Acker auf der
Beest betrieben wird, ist fast durchgehends gleich, also daß mit
Bärste -oder Buchweizen der Acker angebrochen, und folglich
nir Rogken zweymahl nach einander besäet wird, auch die
Hälfte des Ackerlandes allezeit unter dem Pfluge ist, die
übrige Hälfte aber zur Weide lieget, oder wie man hier redet,
N"r die Pflugzahl von Karrharde ist etwas verschieden, zu
217112 angegeben. Dies ist aber blos scheinbar. Denn 11}2
sogenannte Freivflige in Soholm werden. sür. sich aufgeführt.

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