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niß der Wiesen zum Ackerlande und auf die Möglichkeit in
benachbarten Districten Wiesen zu miethen, ferner auf die
Leichtigkeit zum Absatz der Producte, auf die Größe der
Deichlasten und endlich auf die Entfernung der Dorfseingeses-
senen von ihren Ländereien gesehen. In Beziehung auf diesen
letztern Punkt, die Entfernung des Landes von den Höfen,
empfiehlt die Commission für große Dörfer, bei welchen die
Entfernung am größten und am nachtheiligsten ist, die Auf-
theilung des Landes und die Separation des Dorfes, mit Be-
zugnahme auf das Beispiel des Dorfes Warnitz *), bet wel-
chem schon die guten Folgen der eben vorgenommenen Feld-
re:purg tewete Hut L1617; V Ws biahecn
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. Zugleich sollte die Commission alles Kirchenland ausmit-
teln. Dies fand sie indessen unthunlich, und beschränkte ihre
Untersuchung auf diejenigen Kirchengründe, die bis dahin nicht
zur Pflugzahl standen und dem Landesfürsten nichts entrichteten,
Von den Käthnern wird im Allgemeinen bemerkt: die
Hufner hätten s. nicht nach Proportion ihrer Ländereien, son-
dern nach ihrer Nahrung sub onera gezogen und zu Hülfe
genommenz doch finde eine Ungleichheit Statt. Denn bis-
weilen seyen die Abgaben der Käthener einem ganzen Kirch-
spiele, bisweilen aber nur jedem einzelnen Dorfe zu Gute ge-
rechnet worden. Außer diesem Beitrage zu den pflugzähligen
Lasten der Hufner bezahlten die Käthner noch 4 Rthl. jährlich
an Verbittelsgeld, welches nun auf 2 Rthlr. erhöht wurde.
Die Commission fand es unbillig, daß die Käthener auch von
ihrer Nahrung den Hufnern zu Hülfe contribuirten, und be-
wirkten auch eine Resolution vom 140ten Oct. 41711, daß die
Käthner nur nach ihren Ländereien an den pflugzähligen Lasten
Theil nehmen sollten. Die Ansetzung des Kathenlandes solle
auch nur der Hufe zu Gute kommen , von welcher die Kathe
abgelegt sey. Die Häuser, welche, ohne Land zu besitzen, auf
dem Grunde einer Hufe erbaut waren, wurden gleich den Ka-
then zu 2 Rthl. Verbittelsgeld angesetzt, und sollten. auch wie
Kärhner Dienste verrichten. Die Commission klagt über den
zu häufigen Anbau solcher kleinen Häuser und trägt darauf
an, daß in Zukunft dieses Anbauen ohne speciellen Consens
nicht verstattet werden möge.
Hies ist wohl das älteste bekannte Beispiel der Landanftheilnng
kei ,; Die Thatsache ist auch bemerkt im Dän. Atlas VU. Bd,

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