Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Zweiter Band)

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Sy 
F 
liegenden Masse irgend ein anderer Gläubiger zur Perception 
kommen werde. Ueber das von der Königl. Kasse und der 
Nationalbank behauptete Vorzugsrecht ist, weil ich dasselbe, 
zumal unter den vorkommenden Umständen, bestreiten zu kön- 
nen glaubte, vor abgesprochener Prioritätsuttel ein vollständi- 
ger Schriftwechs.l geführt worden. Gegen die abgesprochene 
Prioritätsurtel habe ich ad thronum supylicirt, wie dies 
auch einige Gjsrsiper für sich thaten. Aut zie von mir ein- 
gereichte Supplicationsschrift ist mir unterm Iten d. M. der 
Canzley- Bescheid zugegangen, daß meiner Bitte nicht habe 
Statr gegeben w-rden können. 
Wie die Rückstände des adelichen/ Gutes Lundsgaarde, 
bei der bekannten Unbedeutenheit des Stammhofes , eine so 
enorme Höhe erceichen konnten, ist unbegreiflich; einige Auf- 
klärungen darüber geben jedoch die an den letzten Besitzer des 
Stammhofes gelangten sub Iiteris A., B. u. C. hieneben ans 
gelegten Schreiben der Königl. Rentekammer. Sie zeigen, 
daß die Königl. Rentekammer von dem Gesammtbetrage der 
Rückstände und ihrer Art nicht unterrichtet war, daß der nach- 
herige Cedent es wagen durfte, ein ganzes Jahr hindurch still: 
schweigend der ihm bekannt gemachten Allerhöchsten Autori- 
sation an die Königl. Rentekammer so wie den gemessensten 
Befehlen dieses Collegiums Trotz zu bieten, und daß er dessen 
ungeachtet unter der Bedingung, die laufenden Gefälle abzu- 
tragen, eine Dilation in dem Augenblicke erhielt, als er die 
laufenden Gefälle längst schon in Rückstand gelassen hatte, 26- 
Schleswig , den 27sten März 4822. 
H ane. 
Nachdem auf Anlaß verschiedener, bel der Rentekammek 
eingegangener Gesuche um Bestimmung von Terminen zuns 
Abtrag der rückständigen Steuern und Contributionen, Sr, 
Majestät dem Könige allerunterthänigst Vorstellung geschehen, 
haben Allerhöchstdieselben zwar die Rentekaminer allergnädigst 
zu autorisiren geruhet, denjenigen Restanten- Debitoren, welche 
um Dilation ansuchen möchten, selbige auf kurze Zeit zu be- 
willigen, jedoch dabei zugleich allerhöchst befohlen, daß falls 
die folchergestalt dilatirten Rückstände nebst den laufenden Ger 
fällen, nicht zur geselzten Zeit entrichtet werden möchten, sel- 
bige sodann ohne weitere Rücksicht auf etwanige fernere Ane 
suchungen und ohne einige weitere Schonung durch verord- 
nungsmäßige Zwangsmittel beigetrieben werden sollen. Um 
nun den Kassebeamten in dieser Hinsicht bestimmte Aufträge 
ertheilen zu können, ist erforderlich, daß die Restantensuminre 
4 §
	        

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