Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Zweiter Band)

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Die Vergleichung dieser Angaben mit früheren würde 
lehrrei\ seyn. Zu einer solchen fehlen aber dermalen die Data. 
Nur uöer den Pferdehandel giebt Tha ar up (Udförlig Vei- 
ledning 4. T). S. 176) einige Nachrichten. In den dreien 
Jahren "304. ‘ 805 und 1806 waren über dieselben Zollstät- 
ten 13,553 ' rde, oder nach einem Durchschnitt jährlich 
4517 ausgeführt worden, während die jährliche Ausfuhr jetzt 
auf 2996 anzuschlagen seyn würde. Die Ausfuhr in den drei 
letzten Jahren ist also reichlich um 4 niedriger, als vorhin. 
Im Jahre 1797 betrug die Ausfuhr der Pferde aus Dänne- 
mark noch mehr als 1804-1806. nämlich gegen 6000 Stück. 
Aus den Herzogthümern, worüber wir jetzt keine Nachrichten 
haben, wurden reichlich 10,000 Pferde *) ausgeführt. Die 
Vergleichung der drei Jahre 1797, 1806 und 1819 zeigt eine 
zunehmende Verminderung der Ausfuhr von Pferden. 
411) Gewichtigkeit holsteinischer Ochsen. 
Die Ochsen unsers Landes sind bekanntlich von verschie- 
dener Größe. Schlachtochsen von 45 bis 50 Liespfund (630 
~–~720 Pfund) sind schon nicht unbedeutend. Das Gewicht 
solcher Thiere wird im Leben 140-200 Pfund mehr betra- 
gen, als wenn sie geschlachtet sind und hakenrein gewogen 
werden. 
Allein es giebt auch Beispiele von einer ganz außerordent- 
lichen Gewichtigkeit unserer Ochsen. Der Altonaische Mercur 
vom 10ten April 1821 berichtet von zweien in Dithmarschen 
aufg. jz2genen und bei Uetersen fettgemachten Ochsen, die beide 
zusammen lcsend.1 circa 7000 Pfund gewogen haben. Ihres 
Gleichen sol e: im nördlichen Deutschland sonst nicht gegeben 
haben. Dennor.,) wurden sie von zweien holsteinischen, eben- 
fals in Tithmarschen gezogenen Ochsen übertroffen, die zu 
Ostern dieses Jahres in Hamburg geschlachtet wurden. Der 
eine Ochse woz 4122 Pfund und der andere 3735 Pfund. Sie 
wurden zum Besten der Armen für Geld gezeigt. Etwas aus- 
führlicher und noch dazu mit einer sentimentalen Reflexion am 
Schlusse ausgestattet, liest man die Nachricht von den betden 
außerordentlichen Thieren in dem Hamburger Correspondenten 
vom 5ten April d. IJ. 
Die Summe dünkt mich sehr hoch. Sollten nicht etwa die aus 
Jütland ausgeführten Pferde hier noch einmal mitgezählt seyn ?
	        

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