r
480
F
Transport 300 M.
Für 68 Wochen Kostgeld, a Woche 6 Mk. ise.e. 409
Für die ganze Cur an Medicin bezahlt . . 10.5
Für ein halbes Jahr a Tag 1 ß. für Brandt-
weinsdrank bezahlt .
Für reine Wäsche in der ganzen Zeit bezahlt__ ..
Summa 6839 Mek.
N., den 29sten Septbr. 1818.
N,, Chirurgus.
An die Armencassse mit Acht Hundert
Neun und Dreizig Mk. assigniret in
der Armenversammlung d. 3. Nov. 1818.
richtig bezahlt ersatten:
D du ~
Der einfachsie und einleuchtendste Grundsatz, von dem
man bci Regulirung des Armenwesens überhaupt und der
Armen - Krankenpflege insbesondere ausgehen muß, ist ohne
Zweifel, daß kein Mitglied der Armencasse, sey es in gesunden
oder kranken Tagen, ein Wcehreres oder Besseres verlangen
könne, als der Unvermögendste unter den Contribuirenden' sich
und den Seinigen zu geben im Stande is.. HDarnmit ist nicht
gesagt, daß dem Armen nichts mehr gegeven werden solle, als
dies geringe Maaß der öffentlichen Unterschßung. Allein die-
ses Mehrere muß ihm als Spende der Privatwohlthätigkeit,
und aus den für die Armen bestehenden öffentlichen Stiftungen
gereicht werden. Hält man den angegebenen Grundsaß; fest, und
berücksichtigt man dabei dasjenige, was in den ärmern Familien,
die keine ösfentlici + Unterstützung genießen, für ihre Kranken zu
geschehen pflegt, .» wird man aller Wahrscheinlichkeit nach da-
hin kommen, t.e z;csetzliche Nothwendigkeit, alle Krankenpflege
der Armen gänzlich aufzugeben, und die Armen in solchen
Fällen an die Mildthätigkeit ihrer Mitmenschen zu verweisen.
In welchem Falle es die Armen am besten haben werden,
dürfte sehr die Frage senn. Wo Hülfe dringend nöthig ist,
wie bei gefährlichen äußern Beschädigungen, und bei. Entbin-
dungen, wird die Hülfe niemals fehlen, und wird als freie
Gabe größern Werth haben, als wenn sie ein Recht ist, das
allenfalls ertrolt werden kann.
Das jetzt übliche Verfahren ist auf allen Fall nicht zu
billigen. Der Grundsatz, den Armen in Krankheitsfällen ärzt-
liche Hülfe angedeihen zu. lassen, ist selber zu unbestimmt, und
giebt für das, was geschehen soll, gar keine Grenzez er har:
monirt nicht mit andern Vorschriften unserer Gesetze, und er

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.