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Selbstsucht und jene Kleinigkeitskrämerei, die leider so sehr
unser Zeitalter schändet. Wenn ernst und fest Euer Gemüth
das Gute will, dann wird der Verstand und die Weisheit zu
dessen Erfüllung nicht fehlen! Und Ihr, meine Freunde,
Aerzte der Stadt, erwägt Euren hohen Beruf, erfüllt ihn mit
Ernst und Treue, Ihr seyd Organe der heilenden Natur-
kraft ~ bedenkt daß der Arme wie der Reiche gleiche Rechte
hat zu ihren Arzneien und zur Theilnahme an den Gesetzen
der Heilung; entweihet nie den Schlangenstab der Asklepiaden
durch schmutzigen Eigennuß, ~ denn nicht den Götzen des
Metalls, sondern dem heilenden Gotte habt Ihr Euer Leben
verschworen!
Friedland, den 2sten April 4819.
Dr, Göden.
.
Berechnung wegen der beiden Kranken N. N. und N. N., welche für
Rechnung der N. Armencasse im hiesigen Arbeitshause lagen,
und daher an Kostgeld bezahlt worden ist. ~~ (Das Kirchspiel
N. ist eher ein kleines als ein großes zn nennen. Die ganze
Armenkasse-Rechnung d. J. ist gewesen 9000 Mk.)
Ds. N. ist vom 31. März 1816 bis den 11ten Juny
1847 ir Arbeitshause gewesen, sind 438 Tage, a Tag 6 ß.
Kostgc d ij: . 164 Mk. 4ß.
Für 53 Wochen Waschgeld, a Woche 14! ß.
(a Monat 6 ß.)
An Medicamenten während dieser Zeit aus der
N. Apotheke, nach einem speciellen Auszuge
aus den Rechnungen ‘erhalten, im Ganzen
Den 412. Juny ist er bei N. in N. in die Cur
gekommen, und den 29. Sept. 1818 als ge-
sund abgeliefert; an N. sind laut specificir-
ten Rechnungen bezahlt,
a) für die Cur, Kostgeld und Medicin 839
b) für Kleidung während dieser Zeit 4.4
Summa Courant 1306 Mk. 6 ß.
NR
Die Kleidungsstücke welche N. im hiesigen
Arbeitshause erhalten, lasssen sich nicht genau
bestimmen, daher hier nicht aufgeführt.
Der N., ein Sohn des N. hier im Kirch-
spiel, alt circa 18 Jahr, ist jelzt bei einem
Weber in die Lehre verdungen, erhält aber

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