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Nachträgliche Bemerkungen.
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Die Lage der Bishorster Kirche und der zu Bishorst gehörigen
Marsch (beide Orte haben für uns historische Wichtigkeit, ersterer
als Z"fluchtsort Vicelins und lesgtere als eine holländische Colonie)
ist von dem Herrn Pastor Ku ß so genau bestimmt worden, daß
darüber kein Zweifel übrig bleibt. Ich erlaube mr nur einige
kleine Vemerkuugen, die vielleicht zur Erläuternug einiger Neben-
puucte dienen können, hinzuzufügen.
Hh unter den Striftstelern, die sich über Bishorst äußern,
verdienen noch Schr ad er und v. Wersebe angeführt zu werden.
Jener (Rechtsgeschichte S. 18) scheint alle Elbmarschen unter dem
Namen. Bishorster Marsch zu verstehen. Lettterer hat der Sache
ein: sehr grüudliche Uutersuchung gewidmet (Ueber die niederländi-
schen Colonien 1. Bd. S. 262 ~~ 284), und ist in der That der
Wahrheit so nahe gekommen, als nur immer ohne die von dem
Herrn Pastor Kuß beigebrachten urkundlichen Rachweisungen mög-
lich war. Herr v. Werssebe hält nämlich den palus versus Bishorst
für einen in der Seester Gemeine belegenen Marschdistrict, den Bach
bei Kortenmoor für den See Wikfleth und das Dorf Kortenmoor
für jene Colonie selber. '
2) Wenn in der einen Urkunde des Erzbischoss Adalbero
von 1446 (bei Wesiphalen 1l. p. 18. Denn die spätere. von
1164 bei Westphalen 11. p. 22 hat ein unrichtiges Datim, und ist
ebenfals von 1146. vergl. v. Wersebe not. 79) als Grenze der palus
versus Bishorst, auch die marcha Holsatorum genannt wird, so scheint
mir dieser Ausdruck zu merkwürdig, um ihn mit Stillschweigen zu,
übergehen. Er kann mit zum Beweise für zwei geschichtliche That-
sachen benußt werden, einmal dafür, daß die Namen Holsatia mid
Holsati schon damals Stormarn und die Stormarner umfaßte, wo-
für es freilich auch sonst nicht an Beweisen fehlt, denn Elmshorn
kommt wiederholt vor als in pago Holsatiae belegen. Dann aber
scheint auch aus jenem Ausdrucke zu folgen, daß die Gegend, worin
Bishorst und die Bishorster Marsch lagen, nicht zu Holstein, oder
richtiger zu reden, uicht zu Stormarn gerechnet wurde. Ich habe
an einem andern Orte (Abhandlungen aus deu schlesw. holst Anzet-
gen S. 507 u. 508 und Vorrede S. IX.) einige Data dafür ange-
führt, das diese Elbmarschen damals zur Grafschaft Stade, vder
zum Erzstift Bremen gehörten. Die von Noo dt in den Beiträgen
I. Vd. S. 599 angeführten Urkunden beweisen dies hinlänglich, so
wie daß der Haseldorfer Distrikt erst durch Verpfändung an die

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