r 1617 F
So viel ich einsehe, entscheidet also nichts für die Lage
der Bishorster Kirche in der jetzigen Haseldorfer - Haselaüer
Marsch. Allein für ihre Lage zwischen der Krückaue und
Pinaue läßt sich zweierlei anführen.
gZzuerst dies, daß auf der Dankwerthschen Charte von
der Herrschaft Pinneberg am nördlichen Ufer der Pinaue
unfern ihrer Mündung ganz deutlich der Name „Byshorst‘“
steht, dc ohne ein topographisches Zeichen. Sollte Meyer
damit nicht die Lage der vergangenen Bishorster Kirche ha-
ben bezeichnen wollen? Wozu der Name, wenn er sich auf
nichts bezieht? Man erinnere sich, daß Meyer selbst an Ort
und Stelle gewesen ist; zu seiner Zeit kann aber das Ans-
denken an Bishorst in jener Gegend noch nicht ganz ver-
loschen gewesen seyn. Daß Dankwerth nichts davon sagt,
thut nichis; denn auf den Meyerschen Charten steht Man-
ches, wovon Dankwerth nichts weiß.
Fürs zweite beweist die Lage des Mönkerechts, daß die
Bishorster Kirche. nördlich der Pinaue gelegen haben misse.
Wir wollen es jetzt dahin gestellt seyn lassen, was Mörtke-
recht war; zwei Thatsachen sind aber unbestreitbar, nämlich
daß das Mönkerecht zur Bishorster Kirche gehörte, und daß
es nördlich der Pinaue zwischen dieser und der Krückaue lag,
Dieses ist oben urkundlich bewiesen worden, und jenes wird
gleichfalls mit ausdrücklichen Worten in mehreren Urkunden
gesagt, z. B. in der Urkunde Giselberts v. J. 1292 (villas
cuiusdan, quae Monekerichte dicitur in parochia Bis-
horst); ferner in einer Urkunde v. I. 1398 (VV. ]. p. 300,
Monckerichte belegen in dem Carspel tho Byshorst *) ) 1c.
*) Dagegen ist nicht, daß es in dem obern angeführten Ver:
kaufsbriefe des Mönkerechts an das Stift zu Uetersen heist,

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.