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deich noch viel Marschland. liégt. Man sieht ferner aus
jener Grenzbezeichnung, daß die Kirche Bishorst, die am
Ufer der Elbe lag (W. Ik. p. 16), bis wohin nach obiger
Bemerkung der palus nicht ging, nicht im Umfange des
palus gelegen habe. Ich bemerke dieses darum, weil, wie
ich sogleich beweisen werde, die Kirche Bishorst in der dor-
tigen Gegend, aber nicht im Umfange des Distrikts Sonnen-
deich, gelegen hat.
Vierter Beweis: Die Kirche Bishorst lag nicht
in der jetzigen Haseldorfer-Haselauer Marsch,
sondern zwischen der Pinaue und der Krückaue;
folglich muß auch der palus V ers us Biskatst
hier gelegen haben.
Man wird mich hier aber sogleich an die alten unbe-
streitbaren und klaren Zeugnisse erinnern, nach welchen die
Kirche Bishorst in der Haseldorfer Marsch (in palude Ha-
sellorpe) lag. Diese Zeugnisse sind mir nicht nur bekannt,
sondern ich erkenne sie auch willig als klar und unbestreitbar
an. Allin es ist zu bemerken, daß die Haseldorfer Marsch
früher einen größern Umfang hatte, d. h. sich nordwärts
weiter erstrecte, als die jetzige Haseldorfer-Haselauer Marsch,
was sich urkundlich beweisen läßt. Denn nach einer Urkunde
v. J. 41494 (Noodt 1. p. 598) gehörten zu dem Gute und
Haseldorf, außer den Kirchsspielen Haseldorf und Haselaue,
noch dat Caspel Bishorst, dat Caspel thom Kollmer und dat
Caspel Niendorp. Die Haseldorfer Marsch ging also früher
bis an die Wildnisse, und faßte also natürlich die Marsch
zwischen der Pinaue und Krückaue in sich. Ganz entschei-
dend für die obige Behauptung ist es, daß es in einer Urkunde
bei Staphorst (3. p. 584 u, 85) heißt: in parochia Nieu-

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