Ä Â158
T D.
p: 418); so gab es dort natürlich Höfe (praedia), und ob
die nach Bishorst hin gehörten, kann ja keine Frage seyn.
Auch kommt der palus versus Bishorst in den Orig.
Neom (W. II. p. 2382) unter der Benennung vor: ge-
wisse dem Bordesholmer Kloster gehörende Höfe (praedia
quaedam).
Die Identität des palus versus Bishorst und der
praedia ad Bishorst attinentia kann also keinem Zweifel
unterworfen feyn. Auf diese Identität gründet sich aber,
wie folgt, der Beweis, daß auch der palus versus Bis-
horst und das Münkerecht eine und dieselbe Besitzung des
Neumünsterschen Klosters waren.
In der oben erwähnten Urkunde v. I. 1292 sagt näm-
lich der Erzbischof Giselbert, daß das Klosier die Gerichts-
barkeit über Mönkerecht *) besitze ex collatione – Hart-
«Ô
wici, praedecessoris nostri (VV. II. p. 62), kraft Vet-
leihung des Erzbischofs Hartwig. Es sind aber vor Gisel-
bert zwei Hamburg-Bremische Erzbischöfe mit Namen Hart-
wig gewesen, nämlich Hartwig I. und Hartwig Il. Von
Hartwig II. findet sich irideß keine andere Schenkung an
jenes Kloster, als eine g.wisse Zehnte (decima quaedam)
bei der Wilster am See Damfleth (VV. U. p. 26). Hart-
wig I. ist aber gerade der Erzbischof, der die oft erwähnte
Urkunde v. J. 41464, in welcher dem Kloster den Worten
nach unter ändern die praedia ad Bishorst atiinenlia ge-
schenkt wurdzz, ausgestellt hat. Hieraus folgt also zweierlei;
Daß der Erzbischof Mönkerecht ein Dokf (villa) nennt , kann
keine Schwierigkeit machen: denn man syricht auch noch von
Dörfern in der Marsch, obgleich jeder weiß, daß es dort im
Ganzen keine eigentliche Dörfer, sondern nux zerstrent liegende
Höfe (praecja) giebt.

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.