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zwischen dem See und der Krückaue ihren Lauf gehabt, und
der See hätte dann unmöglich in die Krückaue seinen Ab-
fluß haben können.
Fürs erste lag an dem See Wikfleth ein kleiner Marscha
distrikt, der: in den Urkunden der palus Wielleth heißt-
und. der von dem See Wikfleth seinen Namen hatte. Die-
ser Marschdistrikt lag aber zwischen der Pinaue und der
Krückaue, wie sich urkundlich beweisen läßt. Denn in einer
Urkunde v. J. 1502, in welcher der König Johannes dem
Kloster zu Bordesholm alle demselben gehörenden Güter na-
mentlich bestätiget (VV. II. p. 507), heißt es unter andern:
„Ock den Tegenden tho Wykfleth belegen in der Uetersten
Marsch’. Unter der „Uetersten‘- Marsch muß aber, da
Uetersen nördlich der Pinaue liegt , und das dortige Stift
in der Haseldorfer=Haselauer Marsch gar keine Besitzungen
hat, nothwendig die Marsch zwischen der Pinaue und der
Krückaue, von der ein sehr beträchtlicher Theil dem Stifte
zu Uetersen gehört, verstanden werden.
Folglich lag der See Wikfleth in der Marsch zwischen
der Pinaue und der Krückaue.
An den See Wikfleth grenzte aber, wie wir vorher be-
merkt haben, nach Norden zu der palus versus Bishorst.
Hierüber kann gar kein Streit Statt finden, da die ange-
zogene Urkunde v. I. 1146 dieses mit unzweideutigen und
klaren Worten sagt. Wenn das aber ist, muß denn der
palus versus Bishorst nicht nothwendig, wie der See, an
den er grenzte, nördlich der Pinaue, und zwar, wie jener
See, zwischen der Pinaue und der Krückaue gelegen haben?
Man darf nur einen Blick auf die Charte von Holstein wer-
fen, um sich zu überzeugen, daß, wenn der valus versus
Bishorst in der jetzigen Haseldorfer Marsch belegen gewesen

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