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March,
See lag aber nicht in der jetzigen Haseldorfer
sondern zwischen der Pinaue und
Krückaue.
Der palus versus Bishorst war, wie die eben ange-
zogene Urkunde besagt, erst vor kurzer Zeit in Kultur ge-
nommen worden, und hatte noch keine bestimmte Grenzen.
Um Streitigkeiten zu verhüten, fand es daher der Erzbischof
nöthig, in der Urkunde auch die Grenzen des geschenkten
Landdistriktes anzugeben. Wir werden. in der Folge auf
diese Grenzbezeichnung zurückkommen, und sie in nähern
Augenschein nehmen;. für jetzt bemerken wir nur die nörd-
liche Grenze, nämlich den See Wikfleth. „„In boreali plaga
terminum habet lacum Wielleih“. Dieser See ist freis
lich jetzt nicht mehr vorhanden, sondern, wie so manche an-
dere Marschseen, schon lange aufgeschlict und zu trockenem
Lande gewordenz auch ist heut zu Tage nicht die mindeste
Spur dieses Namens in der Elbmarsch mehr übrig. Allein
nichts desto weniger läßt sich die Lage dieses Sees ziemlich
bestimmt nachweisen.
Denn zuerst heißt es in einer Urkunde v. J. 1144
(W. II. p. 17), in welcher dem Neumünsterschen Kloster
von dem riâmlichen Adalbero eine Landstredke an beiden
Seiten der Ciester von Elmshorn an bis an den See Wika
fleth geschenkt wurde, daß der See Wikfleth seinen Abfluß
in die Ciester habe (ubi lacus Wiclleth fluit in Ciestram).
Daß die Ciester die heutige Krückaue sey, wird allgemein ein-
gestanden, und leidet nicht den geringsten Zweifel. Folglich
stand der See Wikfleth mit der Krückaue in Verbindung,
und er muß also nothwendig nördlich der Pinaue gelegen
haben; denn wenn. er sich südlich dieser Aue (in der jetzigen
Haseldorfer Marsch) befunden hätte, so hätte die Pinaue

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