444.
DF
Uebrigens mag der Grenzpunkt an der Nieder-Trave ge-
wesen seyn, wo er will; immer ergeben sich folgende Res-
sultate: Bukow oder das jetzige Lübe>, als am rechten
Traven-Ufer liegend, gehörte zum Obotritenlandez Alt-Lübeck
an der Schwartau hingegen, am linken Ufer, gehörte damals
noch zu Nordalbingien, so wie das ganze Wagrien;z wel-
ihes damals noch nicht diesen wendischen Namen geführt
haben wird. Die Nieder- Trave war die Grenze zwischen
Nordalbingien und dem Obotritenlande. So im Jahre 786.
Allein diese Ordnung der Dinge bestand nicht lange. Es'
entspann sich die furchtbare nordelbische Coalition gegen Carl,
ürid blutige Kämpfe waren die Folgen derselben. Wir wol-
lén hier nicht wiederholen, was wir in unserm Aufsatze über
Lübecks älteste Geschichte in den Provinzialberichten darüber
nach unserm besten Wissen und Können vorgetragen haben.
Mir wollen nur daran erinnern, daß die Obotriten die: treue-
sten Bundesgenossen Carls waren, und hingegen die Smels
dinger zur Coalition gegen ihn gehörten. Natürlich alsd,
daß, als im Jahre 804 die fränkischen und obotritischen Wafs
fen den Sieg erhielten, die Sieger an Landgebiet gewannen,
und die Besiegten verloren. Die Smeldinger mußten den
Strich Landes, welcher zwischen der Bille und Delvenau
liegt, an Nordalbingien abtreten. Es waren Waldstreéken,
welche nurrmehro von Sachfen besetzt, einen sächsischen Na-
men, Delvenauer Holz, und bald sogar den des Sach-
senwaldes erhielten. / Sollten die niordalbingischen Grens
zen vor den Einfällen det Smweldinger gesichert werdèn, so
inußten diese Waldstreen, als Hinterhalt derselben, ihnetr
genommen und von Sachsen besetzt werden.. Uebrigens wol-
séti wir hier Hur noch auf vas Grenzbächlein, wélches Adam
von Bremen Mescenreiza schreibt, und welches ein Arm

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.