Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Zweiter Band)

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Zuerst also die .Grenze des Landes zur Sachsenzeit , bes 
vor es fränkische Provinz ward. Es darf hier nicht erst bes 
merkt werden, mit welcher Bestimmtheit und Genauigkeit 
die Grenzen und Pertinenzien der von Carl gestifteten bischöfs 
lichen Sprengel in den Stiftungs-=Urkunden bezeichnet were 
den; kein Dorf, kein Torfmoor, kein Teich ward vergessen, 
Als Carl im Jahre 785 in Bardewyk war, wo er auch mit 
Wedekind. wegen Unterwerfung Nordalbingiens unterhandelte, 
faßte er den Gedanken auf, das Bisthum Verden zu stiften, 
und demselben die sämmtlichen Obotritischen Lande einzuvers 
leiben. Die Stiftungs-Urkunde ist vom July 786. Wir 
übergehen hier die Grenzbesiimmungen an der Südseite der 
Elbe, und haben es nur mit der Grenzscheide zwischen Nord« 
albingien und dem Smeldinger- und dem Obotritenlande 
zu thun. Nachdem die gedachte Urkunde mit der Grenze 
ziehung bis. an die Lühe gekommen ist, fährt sie folgenders 
maaßen fort: Dehine (sc. de Lia fuvio, qui absorbetur 
ab Albia fluvio) trans Albiam. ubi Bilena mergitux 
in Albiamz; dehinc in ortum Bilenae, inde ubi Tra- 
v ena absorbetur a mari,. deinde usque perveniatur 
ubi Pene suvius currit in mare barbarum, inde in 
orlum ejusdem fluminis, hince in Eldam, dehine in 
Albiam. Siehe Lindenbrog pag. 478. 
Damals, 786, war also noch die Bille die Grenze zwis 
chen Nordalbingien und dem Smeldinger Lande. Der nachs 
herige Sachsenwald, nämlich so weit derselbe. östlich von der 
Bille liegt, gehörte also damals noch nicht zu Nordalbingien, 
Die Grenzbestimmung vom Ursprunge der Bille bis zum 
Ausflusse der Trave ist ziemlich schwankend. Die Bille ents 
springt im Amte Steinhorst, und die gerade Richtung von 
da. nach der. Trave . geht auf Wisbirean oder Weslenberg.
	        

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