Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Zweiter Band)

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Schicksal in einer andern Stadt zu erfahren. ~~ Lieber über- 
läßt er es dem einzigen Speculanten des Orts für den hal- 
ben Preis, der ihm vielleicht noch zugestanden wird. ~ Unter 
solchen Verhältnisssen mußte ihm der Verkauf an die Regie- 
rung für einen festen Preis sehr erwünscht seyn, und wenn 
die dänische Regierung für gut finden sollte, die temporaire 
Bezahlung eines Theils der Steuern durch Kornlieferung in 
eine fortgeselzte Magazin -Verwaltung zu verändern, wo der 
Landmann in jedem Hafen sein Korn entweder zu einem 
niedrigen Preise sicher los werden, oder doch einen Theil des 
Werthes, bis zu einem gewissen Zeitpunkte darauf geliehen 
bekommen könnte, so ließe sich gewiß sehr vieles zur Em- 
pfehlüng einer solchen Veranstaltung sagen. ~ Man duldet 
Lombard- oder Assistenzhäuser, wo der Handwerker seine 
Mittel zum Erwerb, seine Werkzeuge zu geringen Preisen 
los wird, um augenblicklichen Genüssen fröhnen zu können. 
Wäre es nicht richtig, diese Anstalten auf die. Erleichterung 
des Absatzes der Produkte zu verwenden, wo diese, ohne 
solche Hülfe, oft so schwierig ist? 
Ohne zu wähnen, über die fragliche Maaßregel etwas 
erwiesen zu haben, fordert die Billigkeit doch, die angéführs 
ten Umstände mit in die Wagschale zu legen. '~~ 
N a < \ < r i f t. 
Allerdings ist es fehr nützlich, daß jede Sache von beiden Seiten 
betrachtet werde, uud es kann nichts anders als angenehm 
seyn, wenn ein so wohlgesinnter und wohlunterrichteter Mann, 
wie der Herr Graf von Holstein seine Ansichten und Er- 
fahrungen über eine fo wichtige Angelegenheit zur öffentlichen 
Mittheilung bringt. Keinssweges verkenne ich die Wichtig- 
keit mancher von dem Herrn Grafen angeführten Momente, 
und hätte nur gewünscht, daß es dem Herrn Verfasser ge- 
fallen hätte. auch den Erfola des Unternehmens und die dar:
	        

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