Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Zweiter Band)

«“rÖÔ. 414136 
" 
steige, als der reine Ertrag dieses Jahres. ~~ 
Bei 
großer Wandelbarkeit der Preise, die den Ertrag des Land- 
mannes bestimmen, wäre aber wohl kein besserer Maaßstab 
zu finden, um den reinen Ertrag, der gegeben werden kann, 
auszumitteln, als das Hauptprodukt des Landmannes sselbst, 
das Korn. Ist die Steuer in Geld bestimmt, und beträgt 
sie bei sinkenden Kornpreisen mehr als. der reine Ertrag, so 
muß das Betriebs- Capital, das schon nirgends hinlänglich 
ist, noch mehr angegriffen, die Besetzung, Kühe und andere 
Gegenstände, verkauft, und folglich die Mittel zur Produks 
tion vermindert, und die Unfähigkeit zur Zahlung fürs nächste 
Jahr vermehrt werden. ~ Ursache genug, um den Maaßstah 
für die Steuern so genau als möglich dem jährlichen Ertrage 
des Producenten anzupassen, 
2. Die Ungleichheit des Ertrages von. einem Lande 
wird natürlich dadurch vermehrt, wenn das Geldwesen des 
Landes häufigen Veränderungen unterworfen ist, und da der 
Cours der dänischen Reichsbankzettel bekanntlich in wenigen 
Jahren von 375 auf 250 verbessert, oder, richtiger gesagt, 
verändert ward, und mitunter einmal im Sommer 1819 
durch die Anleihe in Hamburg gar zum pari getrieben, 
hierauf, da der Cours wieder zu 300 gestiegen war, im Ja- 
nuar 4820 abermals zu 350 verändert ward, durch eine 
plötzliche Verwandlung der nicht zinsentragenden Zettelschuld 
in eine zinsentragende Obligationenschuld, und damit verbun- 
dene Verbrennung der Zettel (nach der Bankrechnung bis 
zum 34sten Juli 1320 sind in einem Jahre 7,412,694 Rbthl. 
21. ß. an Zetteln und Zeichen vernichtet) so war es unstrei- 
tig sehr‘ schwierig, einen Maaßstab für die Abgaben zu finden, 
der unter solchen Schwankungen nur einigermaaßen annehm- 
har war. ~ Sicher haben Adam Smith und Say, indem
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.