Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Zweiter Band)

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Stand, jede Provinz Vermuthungen Raum gebe, wie die 
am Ende der Seite 291 geäußerten, sobald von der Milde- 
rung des Druckes irgend eines Andern die Rede wäre; wenn 
jeder engherzig bei Maaßregeln des ganzen Staats, nur den 
möglichen entfernten Einfluß auf sich selbst ins Auge fassen 
wollte, statt den Blick aufs Ganze zu erh eben! Erst durch 
die Fähigkeit, diesen Blick aufs Ganze festzuhalten, zeigt 
sich der Bürger der Theilnahme an ständischen Berathuns 
gen würdig. Nur bei solcher Kraft fürs Wohl des Ganzen 
gilt Horazens Lob von ihm : 
Justum et tenacem propositi virum 
Non civium ardor, prava jubentium;, 
Non vultus instantis tyranni 
Mente quatit solida ! 
Si fvactus illabatur orbis 
Inpavidum fFeriunt ruinae ! 
Noch einen Punkt sey es mir erlaubt zu berichtigen, den 
nämlich, wd Seite 296 von der Größe der dem dänischen Land- 
manne eingeräumten Vortheile die Rede ist, dessen Ausdrücke 
den Unwissenden verleiten könnten, zu glauben, der dänische 
Landmann hätte alle Steuern eines ganzen Jahres, und viel- 
leicht gar mehr durch Kornlieferungen bezahlt. ~~ Nachrichts 
lich sey es daher hier bemerkt, daß die Liquidation nur in 
der Landsteuer, nicht in den übrigen Steuern, die der Lands 
mann entrichtet, verstattet ward, und daß sie für diejenigen, 
die alles Korn lieferten, was die Verordnung zu liefern ers 
faubte, etwas mehr als ein Quartal, bei Keinem aber 
zwei volle Quartale der sogenannten Landsteuer hat decken 
?snnen. – Dabei war es aber sehr möglich, daß von der 
Körnausschreibung des Jahres 1820, für diejenigen, die das
	        

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