Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Zweiter Band)

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genau, sondern nur mit Rücksicht auf die Production des 
Jahres und die Kornpreise anzugeben, und endlich erregen 
die auf den Zehnten-Einnahmen ruhenden Steuern eine neue 
Schwierigkeit, da solche doch größten Theils von Landleuten 
bezahlt werden, um genau ausmitteln zu können, wie viele 
Stéuern von einem gewissen Landstriche entrichtet werden. 
In den Herzogthümer hingegen verursacht die Banktyaft eins 
andere Schwierigkeit, indem solche an sehr vielen Orten doch 
nicht zu ihrem vollen Belaufe als Landsteuer berechnet wers 
den kann, sondern größten Theils von den GCapitalisten ents 
richtet wird. ~ Versuche, die Steuern der Herzogthümer mit 
denen von Dännemark zu vergleichen, müssen eigentlich wohl 
das ganze Land umfassen, und dürften nicht nach einzelnen 
Theilen beurtheilt werden. _ Mir ist unbekannt, daß eine 
solche Vergleichung publicirt seyz so oft ich sie versucht habe, 
ist die Ehre, mehr zur Staatskasse beizutragen, Dännemark 
zugefallen. Vch gestehe aber gerne, daß mir manche Nacho 
richt: dazu fehlte, besonders die Herzogthümer betreffend, auch 
manche Frage mir dabei zweifelhaft erschien; nur das scheint 
mir klar, daß es nicht bloß unnütz, sondern wirklich schäd- 
lich wäre, wenn eine Meinung über diesen Punkt aufgestellt 
und vom Publico angenommen würde, ohne das Resultat 
einer sorgfältigen Prüfung zu seyn. + Vogts. „Udsigt over 
det danske Monarchies Skattevæsen“ enthielte übrigens wohl 
die besien Materialien über diesen Gegenstand für die dänia 
schen. Provinzen, wenn Jemand geneigt seyn sollte, diesen 
Gegenstand einer ferneren Prüfung zu unterwerfen, 
Auf der folgenden Seite des erwähnten Aufsatzes wird 
% 
das Verhältniß des Bürgers zum Staate mit dem gutsherrs 
lichen verglichen, und von diesem behauptet: es mäüsse be- 
stim mt, jenes aber miisse ungemessen seyn, und. sich nach den
	        

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