F
4120
v
die Eingesessenen, dem .9. 2 zufolge, keinem; ver sich mit den
Seinigen in einem District redlich ernährt, den Aufenthalt
geradezu versagen oder ihn willkührlich entfernen dürfen, die
Furcht vor der möglichen Verarmung des Einliegers aber,
fo wie vor der Last, welche der Commüne dadurch erwachsen
würde, nicht ungerecht ist, besonders wo jedes einzelne Dorf,
wie z. B. im Amte Arensböck, als eine Commune für sich
betrachtet wird und weit übe: die Hälfte der Bevölkerung
aus dergleichen Häuersleuten besteht, so sind die Eingesesse-
nen der einzelnen Commünen unter sich förmlich übereinge-
kommen, keinem Einlieger länger als 2 höchstens 23 Jahr
eine Wohnung zu vermiethen. Muß nun ein solcher Ein-
lieger seine bisherige Wohnung verlassen, so kann er sicher
darauf rechnen,. in derselben Commüne für das nächste halbe
Jahr keine andere zu finden, wenn er auch als der tüchtigste
und ordentlichste Arbeiter bekannt ist.'
Es sey erlaubt, hier noch mit wenig Worten ein nicht
unüberlegtes Gutachten über Armenversorgung anzufügen.
Man hat aus einer verdiensilichen Berichtssammlung
das Resultat gezogen, daß in den Herzogthümern etwa
20000 Arme gegenwärtig vorhanden sind. Zwar ist der
Ausdruck Armer, wenn kein besonderes Merkmal angegeben
wird, ziemlich ungewiß. Angenommen aber, dieso Zahl, als
richtige Anzahl Solcher, die Unterstütung aus öffentlichar
Cafse bedürfen, so ist eine unbeantwortete Hauptfrage: wie
ist in dieser Summe das Verhältniß der Kinder zu den Er-
wachsenen und Alten? Denn es ist begreiflich eine ganz
andere Aufgabe, Versorgung zu schaffen für invalide Arbei-
ter, oder für Kiuder, die das ganze Leben vor sich haben,
ohne allen Grund, worauf sie fußen könnten, wenn sie nicht

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.