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wissen, daß selbst eine geschlossene Wirthschaft von 400 Ton-
nen’ jeden Tag im Durchschnitt 16 ~ W rüstige Menschen
erfordert. Woher nun diese: nehmen? Wollte man mit
Faullenzern, Taugenichtsen und Herumstreichern die Colonie
bevölkern, ss fürchte ich, würde das Ganze bald ein Ende
mit Schrecken nehmen, und die Aufsicht zu fuhren, möchte
eine, die Kräfte des tüchtigsien Mannes übersteigende Auf-
abe seyn. '
; V . soll der nôthige Dünger kommen, damit das
Land unter gehöriger Cultur erhalten werde? Jeder Colo-
nist kann möglicherweise nur 2 Kühe halten, das würde im
Ganzen nur 40 Stück ausmachen. Diese würden. dann un-
gefähr hinreichen, die eigenthümlichen 140 Tonnen mit dem
nothwendigen Dünger zu versorgen, keinesweges aber zur
gehörigen Bedüngung von 400 Tonnen Haideland, das ge-
rade als unfruchtbar stärker bedüngt werden muß. Ist es
nun. aber vielleicht Nlan, das Commùüneland, wie oben be-
merkt worden, in einer geschlossenen Wirthschaft zu bearbei-
ten, so folgt daraus, daß gleichfalls ein Viehstapel von we-
nigstens 40 –~ 50 Stück angeschafft werden müße, wodurch
denn abermals ein bedeutendes Deficit im Kostenanschlage
entstände.'(
Hieraus. erhellt, daß Hr. Dr. Z., welcher Landwirth-
schaft versteht, an dem Gelingen der ackerbauenden Armen-
colonien zweifelt. Nicht günstigere Urtheile habe ich im Ge-
spräch mit erfahrenen Landwirthen gehört. Freilich mit Geld
läßt sich die Arbeit der Menschen determiniren, wohin man
will, und wenn ein reicher Mann die Laune hat, so kann
er sich einen Garten auf dem Dach seines Hauses anlegen
lasen. Der Stifter der Armencolonien hat Erfahrung von
Fgbriken und Manufactuxen, aber er hat nicht diese als Heil:

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