Full text: (Erster Band)

Der unbescheidene Schlagbaunt, 
Fremder Wie? müssen hier zu Lande auch die Fußgänger 
Chausseege ' bezahlen? Das ist mir noch nirgends vorgekom- 
men; man glaubt sonst, daß Fußgänger den Weg eher vers 
bessern als beschädigen. 
Erster Holsteiner. Die Baumpätchter erlauben sich marché 
Plakerey, aber ich weiß doch kein Beispiel, daß sie gewagt 
hâtten, einem Fußgänger Baumgeld abzufordern. 
Fremder. Wird denn der Schlagbaum für jeden, der zu 
Fuß geht, umsonst geöffnet ? ] 
îweiter Holsteiner. Dazu wird der Pächter sich schwer- 
lich verstehn; für Mühe wird er auch Lohn haben wollen. 
Fremder. An der Tafel sehe ich auch nur Bestimmun- 
gen für Wagen und Pferde. Wie kommen wir denn aber 
weiter? Der Schlagbaum nimmt ja die. ganze Breite der 
Landstraße ein; alle Schlagbäume machen sich breit, aber die- 
sen darf man doch wohl unbescheiden nennen; ich sehe nir- 
gends einen freien Fußsteig. Sollen wir hinüberoder unten durch ? 
îweiter Holsteiner. Ich bin diesen Weg öfter gekom- 
men, aber noch nie unten durch gekrochen. 
Fremder. Das glaube ich Ihnen gerne. Es wäre auch 
keine Kleinigkeit für diesen frommen’ Holsten unter einem 
Ioche durchzugehent.. 
N
	        
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