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blümchen, Bufchwindrsschen, BWakdmeifter, Immer-
grün, Lungenfraut und anderen Rildftauden und
Gräfern, war überall anzutreffen. Bon diefer urmüch-
figen natürlichen Schönheit beftehen heute nur noch
omwenige Feine Überrefte. Die Kieler Stadtverwaltung
hat eg deshalb nach dem Kriege alg eine ihrer Haupt:
aufgaben erkannt, für die Bevölkerung neue Erholungs
flächen zu fchaffen. Im befonderen entfianden in den
Jeßten 15 Jahren eine große Anzahl von Waldanlagen
und von Bolkg- und Sportparks, fo daß die Kriegs?
marineftadt Kiel heute eine ftattliche Anzahl von
öffentlichen Grünflächen aufmweifen fann. Die Art
diefer Grünflächen richtet fich im allgemeinen neben
ihrer Zweckbeftimmung nach der Lage zur Förde, und
zwar mußte naturgemäß die Zörde der Ausgangspunkt
der Geftaltung fein. Während am Oftufer die Grün
flächen hinter dem SInduftrieglrtel der Berften liegen,
zieht fich am BWeftufer vom Schloßgarten big an das
Ende des Hindenburgufers ein Saum von Grün:
flächen entlang, wobei der gefamte Baumbersuchs der
Privatgrundftücke, welche direkt am Wer liegen, auch
unter Schuß fteht und fo oftmals die Grünflächen mit-
einander verbindet.
Der Schloßgarten, urfprünglich eine Kenaifjance-
bzw. fpätere Barockgartenanlage mit Blick auf die
Förde und weiter auf die Oftfee, ftellt auch noch in
feiner heutigen Zorm etwas Einmaliges dar, worauf
18
Olympia-Heim
am
Hindenburg: Ufer
die Kieler befonders ftolz find. Der Schloßgarten if
ein Stück Kieler Tradition. Es fchließen fich an ihm
die Anlagen und der Botanifche Garten der Univer
fität an, welche im Hahre 1665 gegründet wurde und
deren Hauptgebäude heute in der Mitte des hiftorijchen
Schloßgartens fteht.
Menige hundert Meter nördlich des Botanifchen
Gartens hat ein Landmann namens Krufe um die
Sahrhundertmende der Stadt Kiel eine große Koppel
übereignet mit der Bedingung, daß der natürliche UV
{prüngliche Zufiand der mit einigen Einzelbäumen
und Baumgruppen beftandenen Kafenfläche unbedingt
erhalten werden muß. Diefje Grünfläche ftellt den in
unferer heutigen Zeit erftrebten Idealzuftand eines
Bolksparks dar. Dient fie im Sommer der Bevöl/
Ferung alg Zummelplag und Liegemwiefe, von welcher
man die Kieler Förde und im Hintergrund das MA
rine-Ehrenmal in Laboe und die Oftfee fehen kann,
{o ift im Winter Gelegenheit zur Ausübung der vel
{chiedenften Arten von Rinterfport gegeben. Dil
Krufekoppel geht unmittelbar in die Waldanlagl

EEE

Düfternbrook über. Es i{t dies einer von den Dot
erwähnten Buchen-CEichenmwaldreiten, welcher heutl
inmitten der Stadt liegt und teilmeife unmittelbar al
die Rörde grenzt. ES hat viel Kampf gekoftet, diefet
ca. 23 ha große Stück Wald der Bevölkerung zu el
halten, und find wir Kieler auf diefe Waldanlage bel

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