BEER EEE ENT SAINTS
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immer auf die Hilfe der Stadt verlaffen. Die
[täbtijchen Iheater find Durch YWusbau der techni-
ihen Einrichtungen und Heranziehung tüchtiger
Künftler wieder zu einem Kulturmitkler erften
Ranges geworden. Die Sicherftellung befferer
jozialer Berhältniffe für die Mitglieder des Or-
Hefters und der Künftlerfchaft dürfte dabei nicht
ohne Einfluß fein. Der Itädtifche Mufikbeauf-
fragte, dem Die SZujammenfaffung aller im Ge-
meindewefjen vorhandenen Mufik- und Chorvkräfte
obliegt, hat in der neuen Nordmarkfchule für
Mufik und Bewegung eine Anftalt zur Berfüi-
gung, die mit erften Lehrkräften befeßt, bereits
einen guten Ruf in der Nordmartk befißt.
Auch im Büchereiwefen, das für Die Erziehung
des deutfchen Menfchen eine fo wichtige Rolle
Ypielt, wurde mit der Cröffnung der neuen Stadt-
bücherei am Kleinen Kiel ein wefentlicher Erfolg
erzielt. Aus einem ehemaligen Logengebäude
wurde in fajt fjymbolijcher Weife eine Stadt:
büicherei und Lefehalle nach modernften Grund:
Täßen gefchaffen, die für Die wiffensdurftigen und
Itrebjamen Bolksgenoffen eine willkommene Stätte
Des Feierabends ift. Auch die ftädtifche AWieder-
gabenjammlung ift dort untergebracht und Buch
und Bild werden in ihrer wechfeljeitigen Bezie-
hung herausgeftellt.
So wurde und wird auf allen Gebieten ge
ichaffen in Diefer Stadt, die fo viele typijche
AWejenszlüge aufweijt, die grundverfchieden von
einander find und doch irgendwie zu ihrem Bor-
ftellungsbild gehören. Aus ihren Eigenarten er-
gibt fichH auch Die vorherzufehende Entwicklung.
Die Kriegsmarineftadt, die Waffenhmiede der
Deutjchen Flotte mit ihren Werften und vielen
Nebeninduftrien wird weiter wachjen und ge-
Ddeihen im ftarfen Großdeutfhen Reich. Kiel als
Hafenftadt und Handelsplag am Kaifer-Wilhelm-
Kanal, als das Einfallstor zur Oftfee wird die
natürlichen Möglichkeiten beachten und feine
Hafenanlagen, befonders aber den Nordhafen an
der Mündung des Kanals, weiter ausbauen und
modernifieren. — Die Filchinduftrie wird fich
weiter entwideln in dem Maße, wie wir der deut:
ichen Kolonie „Meer“ in Oftfee und Kattegat ihre
Schäße abzugewinnen vermögen.
Sahr für Jahr kommen in fteigender Zahl
Säfte aus allen Teilen des Reiches nach Kiel, um
die Deutfche Wehrmacht zur See in ihrem Heimat-
hafen fennenzulernen und um an der blauen Oft-
fee in den gepflegten Badeorten an der buchen:
beftandenen Förde Erholung und neue Lebens:
freude zu finden. Die von der Statiftif erfaßten
Zahlen der Übernachtungen in den Nieler Betrie-
ben des Beherbergungsgewerbes {piegeln am beften
die günftige Entwidlung des Fremdenverkehrs
wieder. Wurden 1933 104 647 Übernachtungen
gezählt, fo erhöhte fich die Zahl in ftändig auf-
Iteigender Rurve bis auf 314 927 Übernachtungen
im Jahre 1937. Eine weitere nicht unbeträchtliche
Steigerung wird das Jahr 1938 bringen. Die
ganz befonders erfreuliche Entwidlung des See:
Dienjtes Oftpreußen, der die Nordmark mit dem
Deutjchen Often verbindet, und Ddie weiteren
Schiffspafjagierverbindungen mit den nordifchen
Ländern hielten Schritt mit dem {tarfen Puls-
Ichlag des Aufbaues, der überall in der Kriegs:
marinejtadt [pürbar ift.
Die großen Beranftaltungen politifchen, wirt-
Ichaftlichen, fulturellen und fportlidhen Charakters
jowie der BefuchH führender Perfönlichkeiten des
In- und Auslandes bezeugen den überall fichtbaren
Fortichritt.
Wenn in den Sommermonaten und insbhefon-
Ddere während der Nieler Woche die Segler aller
Nationen fih in Kiel zujammenfinden, um auf
dem anerkannt beften Segelrevier die internatio-
nalen Regatten auszufragen, wenn an den Anfker-
plägen die ftolzen Schiffe der Krieagsflotte ver-
täuf liegen und die JHNmuden blauen Uniformen
der Kriegsmarine das Stadtbild beleben, dann
{teigert fich das Leben in Niel und auf der Förde
zu einem einzigen Afford der Lebensfreude und
Des Lebenswillens, dann erkennen wir, daß Kiel
heute wieder mit berechtigtem Stolz die Bezeich-
nung „Die Kriegsmarineftadt“ führen darf.
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