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Punft der Herzogtümer,
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freunde gegründet,
„Mit Dänemark gebracht hatte,
_ Htinentaliperre.
Aal en
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glerung. des Stammlandes von einem Geheimen Re
gierungsfonfjeil geführt, das feinen SiB im ieler
Schlofie hatte, Nach Peters 111. Tod im Yahre 1762 hat
3war die Kaijerin Katharina II. {ich noch hin und wieder
um Kiel gefümmert; in den 1760er Hahren Ließ fie durch
denHamburger Baumeifter Sonnin das Schloß umbauen,
Teitdem hat e8 Jeine alte malerijche Geitalf verloren.
Für die Univerfität hatte die Stadt 1665 die
Abewaligen Sebäude des Franziskanerklojter8 am
nen Niet hHergegeben. Hundert Yahre lang hatten
Bel ‚Fümmerlichen Räume genügen müfjjen. Die
aijerin Katharina baute 1768 neben dem Schloß der
Niverfifät ein neue Heim, das jebige Mufeum
baterländifcher Altertümer, das dann weitere hundert
Hahre den Zwecden der Univerfität gedient hat.
‚Sonft findet man in Kiel kaum etwas, was an die
Tuljijhe Zeit erinnert. ANmählich erlojch in Moskau
Un Petersburg das Ynterefje an dem Holiteinijhen
Stammlande, und jo ging Holjtein-Gottorp mit Kiel
ua ER gegen Oldenburg-Delmenhorit an Däne-
ber uber; In einem feierlichen Akte im Kieler Schloß
Do Yug am 16, November 1773 der ruffijche BPrinzipal=
Deren ea Elper D. Gotta das Land dem neuen
Pen egi ie dri i i =
(Oichte der lade nnt die Dritte Beriode in der Ge
ei Die jeßt beginnende enge Zugehörigkeit Niel® zu
Na unmittelbar benachbarten größeren Staat it für
Dre Stadt auf zahlreichen Gebieten in hohem Grade
RUN gewefjen. Handel und Gewerbe hoben fich, es
at itanden allerhand induftrielle Unternehmungen, die
OST blühte fichtlich auf; Furz, überall regte fich
Leben. Zu Keiner Zeit. find in Kiel im Laufe
en Hahrzehnte joviel Neuerungen auf allen mdg-
Heel Gebieten gefchehen wie damals. Sch will die
De olten nur furz aufzählen: 1776 entitand die erfte
ENG in Riel, die Kielijchen gemeinnüßigen Nach=
A 1780 wurde ein Lehrerjeminar errichtet, das
7 mit dem damals eröffneten Muhliusichen Waifjens
le bereinigt wurde, das 1789 die jogenannten
er jeperhofländereien erwarb und 1834 nach Segeberg
S N DNSL OT 1780 wurde eine jtändige wöchentliche
erit en DE Da 3wijchen Kiel und Kopenhagen einz
fnie ) De AotlAuferin der jeBigen Kiel—KorSör-
> Und 1784 der Schleswig-Holiteinijche Kanal
‚3wijdhen Nords und Oftfee vollendet. Die ehedem be=
rühmte Fayhencefabrif auf dem Schnakenkrug, dicht
bei dem jehigen Chaulow-Mufjeum, erreichte ihre
hHöchite Blüte, ging aber 1788 ein. Vrofeljor Weber
errichtete das erfte Krankenhaus nach modernen Grund»
jäßen, aus dem Jahre 1786 fjtammt die Anlage der
ame, 1793 wurde die Stadtichule verbeifert,
un demjelben Yahre die Gefjellichaft freiwilliger Armen-
in Verbindung damit 1796 eine
Sparfaije und 1799 eine Leihkafie, zwei für Kiel un-
erhörte Neuerungen, 1799 entitand das Taubjtummen:
Anftitut von Georg Wilhelm Bfingiten. Kiel war am
Ende des 18. Yahrhunderts tatjächlich der Aiittel=
| bon dem das geiftige und das
metalliiche Leben diejer Länder WS ind wobin
e8$ 3zurücfehrte.
So große Vorteile der vn Kiel die Verbindung
Do mußte die Stadt D
auch all die Nachteile empfinden, ne die NrCOElON
3u Anfang des 19. Yahrhundert® brachten. Bis 1807
hielt die hohe Blütezeit in Handel und Wandel an,
Nachdem zwijchen England und Dänemark 1801 Friede
geichloffen war. Aber wie Handel und Wandel jeit
N 7 zugrunde gerichtet wurden, war ähnlich; wie wir
© In Ddiejen legten Yahren erlebt haben. Und zwar
ebenfalls durch England und außerdem durch die Konz
1806 —1807 hate‘ der Kronprinz von
Dänemark, der 1808 König Friedrich VI. wurde, fein
Hauptquartier in Kiel, und Kiel wurde wieder einmal
nach) langer Zeit eine Art Refidenzitadt. Dieje Anz
wejenheit der Fronprinzlidhen Familie hatte für Kiel
eine noch heute fichtbare Folge, die Anlegung des
Dülternbrooker Weges. AlZ Gegengefjhentf legte die
Stadt den Marienhain an und errichtete‘ für Die
Königin den dortigen Bavilon.. 1807 gefhah bekfannt=
lid ohne Kriegserflärung dag Bombardement von
Kopenhagen durch die Engländer und die brutale
Wegnahme der dänifchen Kriegsflotte. Traurige Zeiten
brachten dann aber ‚die folgenden Kriegsjahre, von
denen Holftein und auch Kiel nicht unberührt blieben.
Dänemark und daher auch Holftein jtand in dem
großen Ringen mit Wapoleon bekfanntlidy auf Jeiten
Frankreichs, allo gegen Deutfchland. Yın Mai 1813
fiel Hamburg in die Hände des franzöfijhen AWMarfchalls
Davoufjt und erlitt ein grauenhaftes Schickfal. Ende
des Yahres 1813 rückten dann die Ruffen und Schweden
unter dem Marfchall Bernadotte in Holftein ein; bei
diejer Gelegenheit am e8 zur Schlacht bei Sehefjtedt
gegen die Dänen. Es folgte der berüchtigte fogenannte
Kofjakfenwinter 1813/14 und die Einquartierung der
Schweden in Kiel. Yun diejem Winter hat Kiel jehr
zu leiden gehabt, wenn auch die Schweden mit Bes
geifterung aufgenommen wurden, froßdem fie Die Feinde
Dänemarks waren. Am 14% Yanuar 1814 jhloß endlich
Dänemark Frieden mit den Verbündeten, der als der
Kieler Friede in der Weltgefchichte bekannt ift, denn
er wurde in Bernadottes Wohnung im Buchwaldtichen
Hofe in der Dänijchen Straße abgefchloffen. Dänemark
mußte Norwegen an Schweden abtreten, erhielt dafür
Schwedijh=-BPommern, taufchte Ddiejfe8 aber 1815 mit
Breußen gegen dag Herzogtum Lauenburg ein. Die
Folgen diejer Kriegsjahre blieben noch lange fühlbar;
jie waren. ähnlich wie heute: Teuerung, Bapiergeld,
gezwungene Anleihe, Reidhsnotopfer (in Form einer
Ddänijchen Reichsbank, die durch Zwangshypotheken
von 6 Prozent vom unbeweglichen Eigentum fundiert
wurde) und der Staatgbanfkerott.
Der Anjhluß Dänemarks an die Allianz gegen
Napoleon erlöfte allmählich den Zwiefjpalt in den Herzen
der Holiteiner und Kieß fie wieder empfinden, Daß fie
doch Deutjhe waren. Das Auftreten Dahlmannsg, der
jeit 1813 BProfelfor der Gefjchichte an der Kieler Unis
verlität war, fachte die Stimmung bejondersS an, vor
allem durch jeine berühmte Rede zur Feier Des Sieges
von Bellealiance am 7. Yuli 1815. Die Däner jhürten
zwar fjehr gegen ihren Willen die Stimmung durch
jOhifandje Sprachenverordnungen und erreichten damit
endlich doch das Gegenteil von dem, was fie eigentlich
erftrebten, Holjtein dänifjch zu machen. Die Stimmung
des erjten Menfchenalter8 nach 1773 hatte ich gründlich
geändert. Dazu begann feit etwa 1815 ein neuer Begriff
die Gemüter 3zu erregen, ein Begriff, der mehreren
Hahrzehnten den Stempel aufgedrückt hat, das Wort
„Berfafjung“. Für ie Ffämpften die 1815 begründeten
Blätter von Fald, Dahlmann u. a., deren Erjheinen
eine politijdhe Tat war. Noch mehr wurde fjeit dem
Auftreten Lornjens die Verfafjungsfrage das politijche
Hauptthema in Holitein, und nirgend3 wurde diejes
SChema Leidenfchaftlicdher behandelt alZ in Kiel. Yu
den politijch bewegtefjten Zeiten der neueren Gejchichte
Schleswig-Holiteins, von den 30er big in die 60er
Yahre des verfloffenen Yahrhundert8, war Kiel der
eigentliche Mittelpunkt allen politijhen Lebens, und
die beiten Köpfe der Univerlität Kiel waren die Haupt»
vertreter der gegen Dänemark gerichteten Bolitif, Bei
allen großen gefchichtlidhen Dingen jeit@ornjens erftem
Auftreten in den Herzogtümern {tand Kiel durchaus
im Mittelpunkt. Und da darf eS nicht vergeffen werden,


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