Full text: Chronik der Universität Kiel für das Jahr 1912/13 (1912/13)

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kulturhistorische Sammlung zugesichert, die ihr verstorbener Gemahl, 
der bekannte Sinologe der Berliner Universität, auf seinen ostasiatischen 
Studienreisen erworben hatte. 
Die Bücherei erhielt von dem Herrn Kultusminister wieder die 
laufenden Hefte des Internationalen Archivs für Ethnographie und 
konnte durch Ankauf, wenn auch nur in bescheidenem Maße, er 
weitert werden. 
Die Benutzung der Bücherei sowie der Besuch der Sammlungen, 
besonders auch seitens der Schulen und der Universität, war durch 
aus rege. 
Am 1. Oktober 1912 übernahm Herr Prof. Dr. L. Schultze 
die Leitung des Museums, behielt sie aber nur bis zum Schlüsse 
des Berichtsjahres, bis zu seiner Berufung nach Marburg. In dieses 
Halbjahr fällt der Umbau des Hauses Kl.-Elmeloo, das zur Auf 
nahme des Museums bestimmt worden war. Mit dem vom Herrn 
Minister bewilligten außerordentlichen Zuschuß von 4500 JC‘ ist aus 
der idyllisch gelegenen Villa jetzt ein freundliches und schmuckes 
Museumsgebäude geschaffen worden. 
Dr. Mecking. 
48. Akademische Lesehalle. 
Die Akademische Lesehalle konnte sich, nachdem ihr durch 
die obligatorische Mitgliedschaft aller Studierenden und die miet 
weise Überlassung von Räumen in der Seeburg eine gefestigte 
Stellung gegeben war, ihrer inneren Entwicklung zuwenden. Den 
Wünschen der Mitglieder nach neuen Zeitschriften wurde nach 
Möglichkeit Rechnung getragen. 
Die räumliche Erneuerung der Lesehalle stellte sich mehr und 
mehr als Bedürfnis heraus. Die verschließbare Unterbringung des 
Zeitschriftenmaterials ließ sich in den der Allgemeinheit dienenden 
Räumen der Seeburg nicht mehr umgehen. Es wurde deshalb zu 
nächst das Nordzimmer nach einem für alle Zimmer einheitlich 
entworfenen Plane einer Umgestaltung unterzogen. Der Zukunft 
bleibt es Vorbehalten, die innere Einrichtung planmäßig zu vollenden. 
Der Lesehalle gehörten leider nur 28 Mitglieder der Dozenten 
schaft gegen den Jahresbeitrag von 3 Ji an. Außerdem waren 
5 Herren, welche nicht zur Universität gehören, außerordentliche 
Mitglieder. 
I. A.: Dr. Friedrich.
	        

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