Full text: (1912/13)

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30. Das historische Seminar. 
Sommersemester 1912: 
Prof. Rodenberg (mit 46 Teilnehmern) behandelte: Die 
Schenkung Pipins an die römische Kirche. 
Prof. Rachfahl (mit 53 Teilnehmern) besprach die einge 
gangenen Arbeiten und gehaltenen Vorträge. 
Prof. Strack (mit 23 Teilnehmern) behandelte: Corpus Caesa- 
rianum und trieb (mit 13 Teilnehmern) kursorische Lektüre 
griechischer Historiker. 
Wintersemester 1912/13: 
Prof. Rodenberg (mit 47 Teilnehmern) behandelte: Heinrich IV. 
und Gregor VII. 1075—1076. 
Prof. Rachfahl (mit 44 Teilnehmern) besprach die einge 
gangenen Arbeiten und gehaltenen Vorträge. 
Prof. Strack (mit 33 Teilnehmern) behandelte: Griechischein 
schriften zur Erläuterung griechischer Staatseinrichtungen und trieb 
(mit 18 Teilnehmern) kursorische Lektüre lateinischer Historiker. 
Berechtigt zur Benutzung der Seminarbibliothek waren im 
Sommer 1912 123 Studenten, im Winter 1912/13 114. 
Das historische Seminar litt im Jahre 1912/13 an man 
gelndem Platz, so daß sich zwei der Direktoren veranlaßt sahen, 
ihre Übungen außerhalb des einzigen vorhandenen Seminarraumes 
abzuhalten. In den Osterferien 1913 ist diesem Übelstand durch 
Umbauten und Vermehrung der Räume abgeholfen. Es stehen 
jetzt — neben einem kleinen Direktorzimmer, das auch für Prüfungen 
benutzt wird — zwei große und helle Räume zur Verfügung, die 
außer genügendem Platz für die Übungen den nicht an den 
Übungen beteiligten Seminarmitgliedern jederzeit Gelegenheit zu 
eigener Arbeit bieten. Sämtliche fünf Dozenten der Geschichte 
halten nun ihre Übungen in den Räumen des historischen Seminars 
ab, und fürs erste dürfte der vorhandene Platz in dieser Hinsicht 
genügen. 
Die Bibliothek ist den vorhandenen Mitteln entsprechend 
vermehrt worden. Für das Gebiet der alten Geschichte wurde dem 
neuen Direktor eine besondere Summe vom königl. Ministerium der 
geistl. und Unterrichtsangelegenheiten bewilligt und diese von dem 
Herrn Kurator unserer Universität durch einen weiteren Beitrag 
freundlichst verstärkt. Eine befriedigende Handbibliothek der alten 
Geschichte ist allerdings auch so noch nicht zustande gekommen.
	        
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