IV.
Berichte über die Institute und Seminare der Universität.
1. Universitäts-Bibliothek.
Bericht über die Verwaltung der Königlichen Universitäts-
Bibliothek zu Kiel im Jahre 1912.
Der Bestand der Bibliothek vermehrte sich 1912 um 7819 Bände,
er stieg demnach ohne Berechnung der Urkunden, losen Karten
blätter und Geerz’schen Mappen von 301 299 Bänden des Vorjahres
auf 309 118 Bände. Gekauft wurden 4573 Bände, durch den Tausch
verkehr der Universität, als Geschenke und Pflichtexemplare gingen
1898 Bände ein. Einschließlich der statt des festen Einbandes ver
wendeten Kapseln wurden 1232 Universitäts- und Schulschriftenbände
eingestellt, deren Gesamtzahl sich hierdurch von 20816 Bände auf
22048 Bände vermehrte. Der Zuwachs der Franz Kahn-Bibliothek
betrug 115 Bände, ihr derzeitiger Bestand beträgt daher 3336 Bände.
Ein Handschriftenband wurde neu gekauft, die Sammlung zählt somit
2686 Bände. Reich bedacht wurde die Bibliothek auch in diesem
Jahre wieder von den höchsten Reichs-, Staats- und Provinzial
behörden, den Parlamenten, Stadtverwaltungen und Korporationen,
den zahlreichen wissenschaftlichen Vereinen und Instituten, mit denen
die Universität in Tauschverkehr steht. Wertvolle Geschenke erhielt
sie insbesondere von dem Hofmarschallamt Seiner Königlichen Hoheit
des Prinzen Heinrich, dem Kultusministerium, Kurator und Rektor
der Universität, von den städtischen Behörden, von der Gesellschaft
für Schleswig-Holsteinische Geschichte durch Vermittelung der
Landesbibliothek und dem Museum vaterländischer Altertümer.
Geschenke erhielt sie ferner von den Universitätsprofessoren und
Dozenten: Deußen, Ficker, Fraenkel, Harms, Heller, Holthausen,
Hoppe-Seyler, Jacob, Kauffmann, Kleinfeller, Lempp, Liepmann,
Mensing, Quincke, Rodenberg, Schneidemühl, Voretzsch, Wolff, von
Landrichter Bovensiepen, Professor Detlefsen, von den Bibliothekaren
Dr. Dinse und Dr. Lüdtke, Musiklehrer Sonderburg, Geheimrat
Steffenhagen und Pastor Stubbe. Für das der Bibliothek bewiesene
Wohlwollen und Interesse beehrt sich die Verwaltung hiermit den
gehorsamsten und ergebensten Dank öffentlich auszusprechen.
Für den Büchervermehrungsfonds standen der Bibliothek außer
der von dem Akademischen Schutzverein überwiesenen Summe von
147 JC zur Verfügung 42642 wovon 31500 JC den festen

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