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Der Rückgang der Benutzung im Lesesaal, 9348 Bände, d. h. 1109
weniger, erklärt sich aus der stärkeren Inanspruchnahme der Hand
bibliothek, deren Benutzungsziffer ebenso, wie die der im Lesesaal
aufgestellten Nachschlagewerke, ausser Ansatz gelassen ist. Es würde
hierin ein Beweis zu erblicken sein, dass die Handbibliothek vor
den übrigen Beständen von den Benutzern bevorzugt wird. Die
Gesamtziffer der gebrauchten Bücher (24946 Bände) blieb in Folge
dessen hinter dem Vorjahre um 635 Bände zurück.
Der Leihverkehr mit der Königlichen Bibliothek zu Berlin,
der grosse Schwankungen aufweist, brachte uns 356 Bände für 213
hiesige Benutzer und hat damit seinen tiefsten Stand erreicht.
Der Leihverkehr mit den höheren Lehranstalten der
Provinz übertraf die Ziffer des Vorjahres um 10 Bände (Summe 52).
Es bezogen die Oberreal- und Landwirtschaftsschule zu Flensburg 24,
die Lauenburgische Gelehrtenschule in Ratzeburg 12, die Königliche
Domschule zu Schleswig 11, die Königlichen Gymnasien zu Meldorf
4 Bände und Husum 1 Band. Der Kreis der in Verkehr getretenen
Anstalten hat sich von 7 auf 5 vermindert, und zwar zwei städtische
und drei staatliche. Ausgeschieden sind zwei staatliche Anstalten,
das Gymnasium zu Hadersleben und die Realschule in Sonderburg.
Ausserhalb des Leihverkehrs empfingen wir Bücher zur Be
nutzung von der Stadtbibliothek in Zürich; Archivalien von dem
Stadtarchiv Mühlhausen in Thüringen; Handschriften von der Biblio-
theque Royale de Belgique zu Brüssel, der Herzoglichen Bibliothek
in Wolfenbüttel, der Hof- und Staatsbibliothek in München, der
Grossen Königlichen Bibliothek in Kopenhagen; Kantiana (lose
Blätter aus Kant’s Nachlass und eine Druckschrift) von der König
lichen und Universitäts-Bibliothek zu Königsberg.
Von Kiel gingen ausserhalb des Leihverkehrs Handschriften
an den Magistrat der Stadt Husum, die Bibliothek der Realschule
in Oldesloe, das Staatswissenschaftliche Seminar der Universität
Berlin, die Predigerbibliothek in Preetz; Bücher an die Universitäts-
Bibliotheken Göttingen, Greifswald, Marburg, die Universitäts-
Bibliothek Berlin (für die Bibliographie der Deutschen Universitäten),
die Königliche Paulinische Bibliothek zu Münster i. W., die Bibliothek
des Oberlandesgerichts Celle, die Stadtbibliotheken zu Elbing und
Frankfurt am Main, das Staatsarchiv in Schleswig, und in Gemäss-
heit des Ministerial-Erlasses vom 8. Januar 1890 an die Universitäts-
Bibliotheken Amsterdam und Tübingen, die Hochschul-Bibliothek in
Bern, die Kaiserliche Universitäts- und Landesbibliothek in Strassburg

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