Full text: Chronik der Universität Kiel für das Jahr 1899/1900 (1899/1900)

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24. Das historische Seminar. 
25. Der kunsthistorische Lehrapparat. 
Von den im vorigen Berichte dargelegten Notständen ist der 
eine insoweit abgestellt worden, als die in Aussicht gestellte Er 
höhung des Etats eingetreten ist. Ausserdem ist für das Etatsjahr 
1. April 1899/1900 eine einmalige Bewilligung von 2000 Ji. zur 
Ergänzung von Lücken im Lehrmaterial erfolgt. 
Auch der andere Notstand, die Unzulänglichkeit des Raumes, 
sieht einer Erledigung entgegen, nachdem der Erweiterungsbau der 
Universität beschlossen worden ist. Doch muss in der Zwischen 
zeit ein Teil der Lehrmittel aus Mangel an Raum in der Privat 
wohnung des Unterzeichneten untergebracht werden. Der im 
ursprünglichen Plane vorgesehene „kunsthistorische Hörsaal“ mit 
dem Projektionsapparat soll zwar als „auditorium maximum“ allen 
Dozenten zur Verfügung gestellt werden; doch soll laut Reskript 
des Senats dem Kunsthistoriker ein Vorrecht in der Benutzung des 
Auditoriums gewahrt bleiben. 
Übungen: Wintersemester 1899/1900: Dürers Marienleben. 
4 Teilnehmer. Aus den Übungen des vorigen Wintersemesters 
ging die Publikation von F. Lorenzen: „Der Landkirchner Altar und 
seine Wiederherstellung“ hervor. 
Dr. A. Matthaei. 
26. Das mathematische Seminar. 
Im Sommersemester 1899 haben an den Übungen des mathe 
matischen Seminars 6 Studierende, im darauffolgenden Wintersemester 
8 Studierende teilgenommen. 
Durch einen dankenswerten ausserordentlichen Zuschuss, den 
der Herr Kurator dem mathematischen Seminar aus disponiblen 
Mitteln zu Teil werden Hess, ist es möglich geworden, eine Anzahl 
geometrischer Modelle zu erwerben und damit den Anfang zu einer 
Sammlung mathematischer Lehrmittel zu machen. 
Dr. Pochhammer. 
Dr. Stäckel.
	        

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