Full text: Chronik der Universität Kiel für das Jahr 1899/1900 (1899/1900)

30 
Ausserdem wurden u. a. behandelt: 
an Krankheiten der Respirationsorgane . 1051 Kranke 
an Magendarmkrankheiten 846 ,, 
an Hautkrankheiten 622 ,, 
an Anämie • 179 ,, 
an Rachitis 164 ,, 
Es starben 176 Kranke, also 2,99%. 
Als Assistenten fungierten die Herren DDrs. Jess, Wichmann, 
Michaelsen, Schade. i 
In der Distriktspoliklinik waren im Sommersemester 1899 : 45, 
im Wintersemester 1899/1900:38 Praktikanten thätig; die Kranken 
vorstellungen in der Poliklinik waren im Sommer von 57, im Winter 
von 44 Studenten besucht. 
Dr. v. Starck. 
11. Die chirurgische Klinik. 
Krankenbewegung. In der chirurgischen Klinik wurden 
im Betriebsjahre 1899/1900 1630 Kranke aufgenommen; 108 Kranke 
waren aus dem Vorjahre am 1. April 1899 in Behandlung verblieben. 
Die Zahl der Verpflegungstage betrug 49380, die durchschnittliche 
Aufenthaltsdauer eines Kranken 28 Tage. Der durchschnittliche 
tägliche Krankenbestand war 135, der höchste einmal 162, der 
niedrigste 83. Die durchschnittliche tägliche Krankenaufnahme 
war 4,8, die höchste Aufnahme einmal 18. 
Die Zahl der vorgenommenen Operationen betrug 1198. Im 
Ganzen kamen 94 Todesfälle vor. 
An der Klinik fungierten während des verflossenen Jahres 
als Oberarzt der Privatdozent Herr Dr. Hölscher, als Assistenzärzte 
die Herren Dr. Sick, Dr. Gerulanos, Dr. Göbell, Dr. Boseck, ferner 
der zur Klinik kommandierte Königl. Oberarzt Dr. Momburg und 
die Herren Dr. Grätzer und Dr. Zumbroich. 
Im chirurgischen Ambulatorium wurden 3164 Kranke 
behandelt und 717 kleinere Operationen ausgeführt. 
Unterricht. Die chirurgische Klinik wurde im Sommer 
semester von 134, im Wintersemester von 91 Zuhörern besucht. 
Am Operationskurs nahmen 117 Studierende teil. 
Der Betrieb der Klinik war durch die räumlichen Ver 
hältnisse ausserordentlich erschwert. Allerdings konnten Dank ein-
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.