Full text: Chronik der Universität Kiel für das Jahr 1899/1900 (1899/1900)

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Die physiologischen, physiologisch-chemischen und embry 
ologischen Kollegien, sowie die zugehörigen Curse wurden von 
dem Unterzeichneten, von Dr. Klein und Professor Graf von Spee 
in gewohnter Weise gehalten, 
Dr. Mensen. 
8. Das pathologische Institut. 
Im Jahre 1899 wurden 646 Sektionen gemacht, davon stammten 
von der medizinischen Klinik 123 — chirurgischen Klinik 87 ■ 
gynäkologischen Klinik und Poliklinik 57 — Augenklinik 1 — Ohren 
klinik 1 — medizinischen Poliklinik 116 — städtischen Kranken 
hause 101 — Ansgarhaus 21 — Privatpraxis 39 — Polizei 49 - 
von Hebammen 34 — unbehandelt 17. 
Unter den 646 Sektionen waren 396 männlich, 250 weiblich. 
Es waren 272 bis 1 Jahr, 61 bis 15 Jahre, 311 über 15 Jahre. 
Sodann kamen viele operativ entfernte von hier und auswärts 
eingesandte Präparate und eine Anzahl Haustiere zur Untersuchung- 
Als 1. Assistent fungirte Herr Dr. Dresler, als II. bis 11. Juli 
Herr Dr. Töplitz, von da bis 31. Oktober Herr Dr. Behre, von 
da an Herr Dr. Rudolf Stich. 
Bei der grossen Zunahme der Medizin-Studirenden, sowie der 
strarken Vermehrung der Sektionen sind die Räume des Institutes 
ganz unzulänglich geworden. Das Institut ist gebaut, als die Zahl 
der Medizin-Studirenden 64, die der Sektionen 295 betrug; es 
bedarf keines Beweises, dass das damals in knappster Weise ge 
baute Institut (vergl. Chronik der Universität von 1878) nicht mehr 
genügen kann, da die Zahl der Medizin-Studirenden auf 500, die 
der Sektionen auf 600—700 gestiegen ist. Ein Antrag auf Neubau 
eines Instituts an das königliche Unterrichtsministerium ist rn 
Vorbereitung. 
. Dr. Heller. 
9. Die medizinische Klinik. 
Während des Etatsjahres 1899/1900 wurden auf der medi 
zinischen Klinik 1689 Kranke behandelt, von welchen 114 starben. 
Ausserdem wurden 260 Krätzkranke und in der klinischen Spree h 
stunde 1874 Patienten ambulant behandelt. 
Die Mängel der Kranken-, Verwaltungs- und Arbeitsräume 
wie des Hörsaals der Klinik blieben die gleichen wie bisher (s. die 
Chroniken von 1897/98 und 1898/99). Es konnten deshalb im
	        

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