II. Berichte der Direktoren und Vorstände.
1. Universitätsbibliothek.
Bericht über die Verwaltung der Königlichen Universitäts-
Bibliothek zu Kiel im Etatsjahre 1899.
Die Erfahrungen der letzten Jahre haben bei der gewachsenen
Geschäftslast des Direktors eine Teilung des Accessions-
Journals (§ 11 des Reglements für die Universitäts - Bibliothek)
als notwendig herausgestellt, um die neuen Erwerbungen schneller
der Benutzung zuzuführen. Es musste mit Beginn des Rechnungs
jahres 1899 dazu übergegangen werden, die gekauften Bücher (ein
schliesslich der von den Sortimentern gelieferten Pflichtexemplare)
besonders zu verzeichnen und die Accessionsnummern der beiden
Teile des Journals durch A und ßzu unterscheiden. Man gewinnt
dadurch zugleich den Vorteil, dass die Übersicht über Zahl und
Art der gekauften Bücher erleichtert wird.
Der im Vorjahre bewilligte Extrafonds für die zu begründende
»Handbibliothek“ fand seine bestimmungsmässige Verwendung,
nachdem die entstandenen Zweifel (Chronik 1898/99 S. 15) durch
Erlass des Herrn Ministers der geistlichen etc. Angelegenheiten
vom 29. April 1899 behoben waren. Der massgebende Zweck
ist „die Erleichterung des Leihverkehrs“. Da es zur Unterbringung
der Handbibliothek an einem abgesonderten Raume zur Zeit fehlt,
ist ihr ein Platz im grossen Bücher-Magazin in der Nähe der
Akademieschriften und in erreichbarster Nähe des Lesesaals an
gewiesen. Die zu ihr gehörigen Bücher sind durch ein entsprechendes
Monogramm auf Rücken und Vorderdeckel und durch die Art des
Einbandes kenntlich gemacht.
Die in der Bibliothek bereits vorhandenen Doppelexemplare
wurden herausgezogen und mit der Handbibliothek vereinigt.
Namentlich wurde Wert darauf gelegt, aus dem Doubletten-
Vorrat die wichtigsten Werke und Zeitschriften zur Schleswig-
Holsteinischen Landesgeschichte in einem zweiten Exemplare der
Handbibliothek einzuverleiben. Insgesamt wurden aus den Dou-
bletten 237 Bände in die Handbibliothek übernommen. Die Gesell
schaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte vervollständigte in
2

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.