Full text: Chronik der Universität Kiel für das Jahr 1899/1900 (1899/1900)

b. „Die rechtliche Natur der Hypothek nach dem bürger 
lichen Gesetzbuch für das deutsche Reich“ 
hat nur die letztere einen Bearbeiter gefunden. 
Das Urteil der Fakultät über die unter dem Motto: „Ut desint 
vires“ — — — lautet: Der Verfasser hat es verstanden, die 
wesentlichen Punkte des Themas kurz und scharf, in übersichtlicher 
Gruppierung und eleganter Darstellung hervortreten zu lassen. 
Wenn er sich auch von Irrtümern nicht freigehalten hat, so lässt 
doch die Arbeit überall gründliches Studium des positiven Rechts 
und eingehende Bekanntschaft mit der einschlägigen Litteratur 
erkennen. Die Fakultät trägt daher kein Bedenken, der Arbeit den 
Preis zuzuerkennen. 
Der Verfasser ist der stud. jur. Friedrich Pauly aus Heide. 
3. Von der medizinischen Fakultät ist folgende Preis 
aufgabe gestellt worden: 
„Die Dimensionen der Teile des knöchernen und häutigen 
Labyrinths, mit Ausnahme der Schnecke, sollen, soweit es 
für die physiologische Akustik von Wichtigkeit ist, bei 
mindestens 12 den verschiedenen Wirbeltier-Klassen zu ent 
nehmenden Tierspecies, ausgemessen und tabellarisch zur 
Darstellung gebracht werden.“ 
Es ist eine Arbeit eingegangen unter dem Motto: närra (>et- 
Das Urteil der Fakultät lautet: Die Arbeit erfüllt die gestellten 
Anforderungen und ist als durchaus fleissig und geschickt zu be 
zeichnen. Sie ebnet den Weg für fernere Untersuchungen über den 
Mechanismus der Schallempfindung. Der ausgesetzte Preis wird 
ihr zuerkannt. 
Der Verfasser ist der cand. med. Biner Wulf aus Bredstedt. 
4. Für jede der beiden von der philosophischen Fakultät 
gestellten Preisaufgaben: 
a. „Eine durch eigene Beobachtungen und Experimente 
ergänzte zusammenfassende Darstellung von der Er 
nährungsweise der in der Kieler Bucht häufiger vor 
kommenden Tiere“, 
b. „Die lautliche Entwickelung der lateinischen Proparoxy- 
tona im Französischen“ 
ist je eine Bewerbung eingegangen und zwar unter dem Motto: 
„Wie fruchtbar ist der kleinste Kreis, wenn man ihn wohl zu pflegen 
weiss“ bezw. „Das hat mit ihrem Accente die Hochtonsilbe gethan“. 
Das Urteil der Fakultät über die erste Arbeit lautet: Der Verfasser
	        

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