Full text: Chronik der Universität Kiel für das Jahr 1894/95 (1894/95)

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In Bezug auf die kleinen Planeten habe ich die Berechnung von 
(24) Themis, Professor Kreutz diejenige von (226) Weringia fortgeführt. 
Professor Lamp hat kürzlich in den Astronomischen Nachrichten 
über verschiedene Rechnungen berichtet, die er über den Kometen 
1894 I (Denning) angestellt hat und aus welchen ein Zusammenhang 
dieses Gestirns mit dem Brorsen’schen Kometen, der 1889 gegen alle 
Erwartung nicht aufgefunden worden ist, sehr wahrscheinlich ge 
macht wird. 
Die Thätigkeit der Zentralstelle für Astronomische Telegramme 
hat im letzten Jahre zum grössten Teile den vielen neu entdeckten 
Planeten gegolten. 
Dr. A. Krueger. 
33. Das geographische Institut. 
Das Vorgesetzte Ministerium überwies dem Institut wiederum die 
erschienenen Messtischblätter und das „Internationale Archiv für 
Ethnologie“; Herr Generalkonsul Schönlank übersandte die Fortsetzung 
der Hellmann sehen Neudrucke zur Geschichte der Meteorologie und 
des Erdmagnetismus (Lf. 3 und 4), wofür auch hier unser Dank nicht 
fehlen möge. Die laufenden Mittel des Instituts dienten wesentlich zur 
Vervollständigung der Handbibliothek und der Sammlung ozeano- 
graphischer Instrumente ; zur Beschaffung eines Wasserschöpfers nach 
Sigsbees verbessertem Modell bewilligte das Universitätskuratorium einen 
ausserordentlichen Zuschuss. 
Am Kolloquium beteiligten sich im Sommer-Semester nur drei 
Studierende, im Winter-Semester musste es wegen mangelnder Mel 
dungen ganz ausfallen. Die im Institut hergestellte Preisarbeit des 
Herrn Karl Karstens „eine neue Berechnung der mittleren Tiefe der 
Ozeane“ ist als Doktordissertation erschienen; die Arbeit eines andern 
Praktikanten über die Regenverhältnisse des nordwestlichen Deutsch 
land (mit Regenkarte) ist druckreif. Der Unterzeichnete veröffentlichte 
in den Annalen der Hydrographie die Beschreibung des neuen Differenz- 
Refraktometers zur Untersuchung des Seewassers und einige neue 
Beobachtungen an Aräometern; in Petermanns Mitteilungen einen 
ersten Bericht „zur Physik der Ostsee“ mit Berücksichtigung der auf 
den verschiedenen Untersuchungsfahrten in der Ostsee 1893/94 er " 
haltenen eigenen Beobachtungen. 
Dr. O. Krümmel.
	        

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