Full text: Chronik der Universität Kiel für das Jahr 1894/95 (1894/95)

II. Berichte der Direktoren und Vorstände. 
I. Universitätsbibliothek. 
Bericht über die Verwaltung der Königlichen Universitäts-Bibliothek 
zu Kiel im Etatsjahre 1894/95. 
Die Fortführung des vor zwei Jahren begonnenen alphabetischen 
Zettelkatalogs (Chronik 1892/93 S. 12) hat sich auch im Berichts 
jahr als Hemmschuh der übrigen Geschäfte erwiesen. Besonders fühlbar 
war die vermehrte Arbeitslast durch die Zettelaufnahme der aus den 
ausserordentlichen Zuschüssen beschafften Orientalischen Bücher, deren 
Transscription und Übersetzung mit den zugehörigen Verweisungen 
sehr viel Zeit gekostet und die Bereitstellung der Bücher verzögert hat. 
In erster Linie und noch mehr, als im Vorjahre, ward der Fort 
schritt der Umschreibungen zur Vervollkommnung des alphabetischen 
Bandkatalogs beeinträchtigt, ein Ziel, das nicht aus den Augen 
verloren werden darf, weil dieser Katalog wegen seiner handlichen und 
übersichtlichen Form dem täglichen Bedürfniss der Benützer dient. 
Es gelangten zur Erledigung sechs Bände bis Band 186 einschliesslich 
(Peterm bis Prin). 
Die Zettelaufnahme der Dissertationen - Bände neuen Bestandes 
(seit 1875) zum Zwecke der Rückwärts ergänzung des alphabetischen 
Zettelkatalogs wurde in der juristischen Fakultät fortgesetzt. Zum 
Abschluss kamen ausser Leyden die Universitäten Luettich, Lund, 
Lyon, Marburg, Montpellier. 
Wiederaufgenommen ward eine vor zwei Jahren unterbrochene 
Arbeit, die Katalogisierung der vor die Berliner Jahres-Verzeichnisse 
fallenden Bestände an Kieler Universitätsschriften (Chronik 
1891/92 S. 16 und 1892/93 S. 13). Es kam darauf an, nunmehr die 
nach Wissenschaften geordneten Dissertationen-Bände alten Bestandes, 
3700 an der Zahl, einzeln durchzugehen und die darin enthaltenen Kieler 
Universitätsschriften zu verzetteln. Von den vorhandenen zehn wurden 
die beiden Gruppen „ Dissertationes historicae“ und „Dissertationes 
historico-literariae“, zusammen mit 235 Sammelbänden, erledigt. 
In gegebener Veranlassung war Existenz, Echtheit und fortdauernde 
praktische Geltung der von Herzog Karl Friedrich für die Universitäts-
	        

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