Full text: Chronik der Universität Kiel für das Jahr 1891/92 (1891/92)

35 
ab. Die Fertigstellung der Schränke wurde derselben Firma noch ein 
mal übertragen. Die Aufstellung der Sammlungen ist dadurch be 
dauerlicherweise weit hinausgerückt. 
An den Uebungen im Institut betheiligten sich im Sommer 4, im 
Winter 2 Studirende. 
Folgende Publikationen wurden aus dem Institut mitgetheilt: 
E. Stolley: Die Kreide Schleswig-Holsteins. 
Chr. Hundt: Ueber Wachsthumserscheinungen der Schwefel- 
krystalle beim Krystallisiren aus Lösungen und aus dem Schmelzfluss. 
H. Haas: Ueber den Zusammenhang gewisser mariner, ins 
besondere der tertiären Bildungen, sowie der erratischen Ablagerungen 
Norddeutschlands und seiner angrenzenden Gebiete mit der säcularen 
Verwitterung des skandinavischen Festlandes. 
Herr Dr. E. Stolley: betheiligte sich an den Arbeiten des In 
stituts als Privatassistent. 
Dr. J. Lehmann. 
29. Das landwirtschaftliche Institut. 
Am 1. April 1891 wurde der bisherige Direktor des landwirth- 
schaftlichen Instituts, Geh. Regierungsrath Prof. Dr. Backhaus auf ein 
Jahr beurlaubt und die Leitung des Instituts vertretungsweise dem 
Unterzeichneten übertragen. 
Die Mittel des Instituts wurden zum Theil für eine neue Keim 
einrichtung zum Theil auf die Vervollständigung der Bibliothek verwandt. 
An wissenschaftlichen Arbeiten publizirte der Unterzeichnete: 
1) „Über den Nachweis der Margarine in der Butter.“ 
(Landw. Versuchsstation Bd. XL.) 
2) „Über die durch osmotische Vorgänge mögliche Arbeits 
leistung der Pflanzen“. (Berichte d. deutsch, botanisch. 
Gesellschaft 1892, Bd. X, Heft 2.) 
Im Interesse der praktischen Landwirthschaft wurden im Institut 
1002 Proben land- und forstwirthschaftlicher Sämereien auf Kultur- 
und Gebrauchswerth untersucht. 
An den Vorlesungen betheiligten sich im Sommersernester 5, im 
Wintersemester 12 Studirende. 
Dr. H. Rodewald. 
30. Das chemische Institut. 
Assistenten: Als Assistenten fungirten die Herren Professor 
Dr. Rügheimer, Dr. H. Lang und Dr. L. Pflug; letzterer trat am 
3*
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.