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Als Assistenten der medicinischen Poliklinik fungirten die Herren
Dr. Nicolai und Dr. Hitzegrad. In Sommer waren 42, im Winter
ebenfalls 42 Praktikanten thätig. Im städtischen Krankenhause fungierte
als Assistent Herr Dr. Dose.
Am Ende der Berichtsjahres hat der Herr Minister auf Antrag
der medizinischen Fakultät eine sehr erwünschte resp. notwendige
Erweiterung für die medizinische Poliklinik geschaffen, indem 4 Parterre
räume des von der Universität angemietheten Hauses Bruns wiekerstrasse 12
der Poliklinik zur Einrichtung eines Instituts überlassen sind. Die
Räume sind als Auditorium, Untersuchungszimmer, Wartezimmer und
Laboratorium zunächst provisorisch eingerichtet und sollen hauptsächlich
zur Abhaltung der bisher fehlenden poliklinischen Ambulanz dienen;
dieselben erscheinen sowohl an sich als wegen der günstigen Lage des
Hauses inmitten der Stadt und in der Nähe der übrigen medizinischen
Universitätsinstitute für den gedachten Zweck sehr wohl geeignet. Das
neue Auditorium wird von dem Unterzeichneten ausser für die poli
klinischen Zwecke auch für Vorlesungen benutzt werden und hilft auch
in dieser Hinsicht einem Mangel an Raum ab.
Das kleine Laboratorium wird den Praktikanten Gelegenheit bieten,
die bei der Krankenuntersuchung nöthigen, gewöhnlichen chemischen
und mikroskopischen Arbeiten anzustellen und sich darin zu üben.
Dass hierfür die medizinische Poliklinik weder Raum noch Gelegenheit
bieten konnte, wurde von dem Leiter der Poliklinik wie von den
Praktikanten sehr lebhaft empfunden. Vor allem aber wird die ein
zurichtende Ambulanz die nöthige Ergänzung für die bisher ausschliess
liche Behandlung der poliklinischen Kranken im Hause bilden und eine
viel ausgedehntere Verwerthung des Krankenmaterials als bisher gestatten.
Endlich hat die medizinische Poliklinik noch einen weiteren
Schritt zu ihrem Ausbau zu verzeichnen, indem auf Antrag des Unter
zeichneten die Stadt Kiel die Besoldung eines 3. Assistenten vom
1. April 1892 an gewährt hat.
Dr. von Starck.
11. Die chirurgische Klinik.
Im Rechnungsjahre 1891/92 wurden auf der chirurgischen Klinik
1255 Kranke behandelt. Von diesen starben 51.
Es wurden 957 grössere Operationen ausgeführt.
Ambulant behandelt wurden 1524 Kranke.
Als Assistenzärzte waren thätig:
Herr Dr. Bier vom 1. April 1891 bis 1. April 1892
„ „ Hülsmann „ 1. „ 1891 „ 1. „ 1892

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