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8. Das pathologische Institut.
Im Jahre 1891 wurden 544 Sektionen gemacht; davon stammten
von der medizinischen Klinik 134 — Augenklinik 2 — chirurgische
Klinik 65 — gynaekologische Klinik, geburtshilfliche Klinik 55 —
geburtshilfliche Poliklinik 12, medizinische Poliklinik 110 — aus dem
städtischen Armen- und Krankenhause 83, Ansgarkrankenhause 8 —
aus der Privatpraxis 48 — ohne ärztliche Behandlung gestorbene 4 —-
von der Polizei eingeliefert 24.
Die Sektionen betrafen 314 männliche und 230 weibliche Leichen.
Totgeboren waren 61, im ersten Lebensjahre standen 115, von 1—15
Jahren 72, darüber 291.
Von den wichtigeren Befunden sind zu erwähnen: Difterie 32
(gegen 136 im Vorjahre) — Scharlach 1 — Masern 14 — Erysipelas 9 —
Septikämie 5 — Pyämie 8 — Tyfus 4 — Tuberkulose 39 — tuberkulöse
Schwindsucht 48 — krupöse Pneumonie 10 — Cerebrospinalmeningitis 5
— Syfilis congenita 56 —- Syphilis acquisita 4 — Sarkom 9— Krebs 45 —
Krankheiten des Nervensystems 40 — der Kreislauforgane 75 —
Atmungsorgane (ohne Tuberkulose, Syfilis und krup. Pneumonie) 81 —
Verdauungsorgane 84 — Harnorgane 43 — Plötzlicher Tod 21 (Ver
blutung durch Stich 1, Halsschnitt 1, Erhängen 7, Ertrinken 4, Er-
schiessen 1, Vergiften 3, Magenzerreissung I, Schädelbruch 2, Wirbel
säulenbruch 1, ausgedehnte Knochenbrüche 1) — Schmarozer wurden
9ömal gefunden (Ascaris 25, Oxyuris 32, Trichocefalus 35, Pentastomum 3,
Bothriocefalus 1).
Sodann kamen zahlreiche durch Operation gewonnene Präparate
zur Untersuchung.
Die meisten Sektionen konnten für die Übungen der Studirenden
verwandt werden.
Als I. Assistent war Hr. Dr. Döhle tätig, bis zum 1. August als
II. Assistent Hr. Dr. Bulnheim, von da an Hr. Dr. Mündler, welcher
den Sommer über als freiwilliger Assistent fungirt hatte; ausserdem
war noch Hr. Dr. Sieveking aus Hamburg als freiwilliger Assistent tätig.
Dr. Heller.
9. Die medizinische Klinik.
Im Rechnungsjahr 1891—92 wurden auf der medizinischen Klinik
1369 Kranke behandelt. (977 Männer, 392 Weiber. Von diesen starben 134.
Ausserdem wurden an Krätze 552 und ambulatorisch 1543
Kranke behandelt.
Im Sommer wurde die Klinik von 95, im Winter von 75 Zu
hörern besucht.

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