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Bücher und Handschriften (ungerechnet die Urkunden, losen Karten
blätter und Geerz’schen Mappen).
Die Anzahl der laufenden periodischen Schriften stieg um
44, wovon 13 gekauft wurden. Aufgehört zu erscheinen haben 2, so
dass die Gesammtzahl sich von 1037 auf 1079 vermehrt hat.
Vom Magistrat der Stadt Kiel wurden, wie früher der Codex
des Lübischen Rechts (Chronik 1884/85 S. 20), abermals drei Hand
schriften zur Aufbewahrung übergeben. Es sind das älteste Kieler
Stadtbuch von 1264 bis 1289, M das Protokoll des Vier-Städte-Gerichts
vom 5. Juni 1497 bis 22. Juni 1574, und das Protokoll des Gerichts
zum Kiel vom 4. Januar bis 20. December 1622.
Fräulein Charlotte Hegewisch schenkte der Bibliothek ein photo
graphisches Abbild von Dahl mann’s „Anzeige an die Studierenden“
zu Göttingen vom 14. December 1837, womit er sich unmittelbar nach
der Entlassung von seinen Zuhörern verabschiedete. Dahlmann hat
den Wortlaut in der Schrift „Zur Verständigung“ (Basel 1838. S. 68)
aus dem Gedächtniss mitgetheilt. Es zeigt sich, dass die Fassung des
Originals in der Form davon abweicht.
Die Benutzung der Bibliothek ist im Vergleich zu den Vor
jahren gesunken. Es wurden am Orte ausgeliehen 10 668 Werke in
14223 Bänden, im Lesesaal gebraucht, ausser den daselbst aufgestellten
Nachschlagewerken, 12 901 Bände. Nach auswärts wurden versandt
998 Werke in 1459 Bänden und 282 Fällen. Gleichzeitig verliehen
waren 1961 Werke. Die Gesammtziffer der benutzten Bücher, 28 583
Bände, blieb hinter der Zahl des Vorjahres (31 334) um 2751 zurück.
An die Akademische Lesehalle gingen 259 Zeitschriften (vor
her 255).
Von auswärts bekamen wir Bücher zur Benutzung aus der
Königlichen Bibliothek zu Berlin, der Universitäts-Bibliothek Göttingen,
den Stadtbibliotheken zu Bremen und Hamburg, der Rathsschulbibliothek
in Zwickau. Handschriften wurden uns geliehen von der Universitäts-
Bibliothek Krakau auf Verwendung des Herrn Ministers, direkt von
der Prediger-Bibliothek zu Preetz (in Holstein), der Herzoglichen Biblio
thek zu Wolfenbüttel, der Hamburger Stadtbibliothek, und der König
lichen öffentlichen Bibliothek in Stuttgart; Archivalien von den Staats
archiven zu Berlin und Schleswig. Die Kieler Bibliothek schickte
Handschriften und Bücher an die Königliche und an die Universitäts-
Bibliothek in Berlin, die Königlichen und Universitäts-Bibliotheken zu
Breslau und Königsberg, die Gymnasial-Bibliothek in Husum ; ferner
*) Vgl. „Mittheilungen der Gesellschaft für kieler Stadtgeschichte.“ Hft. 9. Kiel
1891. S. IX f.

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