Full text: (1887/88)

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32. Das Schleswig-Holsteinische Museum vaterländischer Alterthümer. 
Der Zuwachs während des abgelaufenen Etatsjahrs zeigt im 
Hauptkatalog die Nr. 6500 bis 6757, worunter die von dem Königlichen 
Kriegsministerium verfügte Ueberweisung des sog. Runensteins von 
Gottorp ganz besonders hervorzuheben ist. Ausserdem ist noch zu 
erwähnen die reiche Ausbeute aus dem Urnen-Gräberfeld bei Tinsdahl, 
Gemeinde Rissen, Kirchspiel Nienstedten an der Elbe, und ein Bronze- 
Depotfund vom Hemmelsdorfer See, Kirchspiel Ratekau. 
Ueber die auf Kosten des Museums vorgenommene Eröffnung 
des Grabhügels neben dem Bustorfer Runenstein wird später aus 
führlicher berichtet werden. Die gleichfalls vom Museum veranlassten 
Grabungen auf der Kaaksburg, Kirchspiel Hohenaspe, sind noch nicht 
zu Ende geführt. 
Neuerdings ist auch auf diesseitige Anregung die Umschreibung 
des sog. Steinhauses von Gross-Rönnau (s. Universitäts-Chronik 1872 
S. 35) auf die Kieler Universität im Grundbuche bewirkt worden. 
Aus dem Museum sind hervorgegangen, ausser verschiedenen zer 
streuten Mittheilungen: 
1) Antiquarische Miscellen im XVII. Bande der Zeitschrift der 
Gesellschaft fürSchleswig-Holstein-Lauenburgische Geschichte. 
2) Handelmann undKlander: „Kieler Münzkatalog. Verzeichniss 
der Münzsammlung des Schleswig-Holsteinischen Museums 
v. A. in Kiel.“ IV. Heft. Kiel 1887. 
3) „Der Runenstein von Gottorp. König Sigtrygg’s Stein im 
Schleswig-Holsteinischen Museum v. A. zu Kiel. Eine Ab 
handlung von R. v. Liliencron. Mit einem Anhang von 
H. Handelmann.“ Kiel 1888. 
4) Mittheilungen des Anthropologischen Vereins in Schleswig- 
Holstein. I. Heft: „Ausgrabungen bei Immenstedt (1879— 
80).“ Kiel 1888. 
Dr. H. Handelmann. 
33. Der akademische Gesangverein.
	        
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