Full text: (1887/88)

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und 18 (ertranken 6, erhängt 8, erschossen 3, vergiftet 1) — Schmarozer 
159 (Ascaris 46, Trichocefalus 61, Oxyuris 46, Pentastomum 5, Cysti 
cercus 1) und 123 (Ascaris 27, Trichocefalus 56, Oxyuris 30, tänia 
saginata 4, Pentastomum 3, Cysticercus 1, Echinococcus 2). 
Ausserdem kamen viele durch Operation entfernte oder von aus 
wärts gesandte Präparate, sowie zahlreiche gestorbene Haustiere zur 
Untersuchung. 
Der grösste Teil der Sektionen konnte für den Unterricht ver 
wandt werden. 
Im Sommer nahmen am Demonstrationskurse 77 und 102 Zuhörer 
teil, weshalb er 1886 wie 1887 in zwei Parallelkursen des Raummangels 
wegen abgehalten werden musste, ebenso musste der mikroskopische 
Kurs 1886 mit 61 Teilnehmern in zwei, 1887 mit 86 Teilnehmern in 
drei Parallelkursen abgehalten werden. 
Im Winter besuchten den Demonstrationskurs 66 und 63 Zuhörer. 
Als Assistenten fungirten Herr Dr. Döhle und Herr Dr. Friedrich. 
Die in den früheren Berichten beklagten durch zu kleine Anlage 
bedingten Zustände steigerten sich in diesen Jahren mit der Zunahme 
der Medizin-Studirenden so, dass sie nur im Hinblick auf die bevor 
stehende Abhilfe noch zu ertragen waren. Es war im Jahre 1886 der 
Plan für einen neuen Hörsaal genehmigt und für 1887 die dazu nötige 
Geldsumme bewilligt worden. Es wurde im Sommer der Bau aus 
geführt und soweit gefördert, dass er im Winter 1887—88 in Gebrauch 
genommen werden konnte. 
Es war für diesen neuen Hörsaal, unter welchem zugleich eine 
Beerdigungskapelle gebaut werden sollte, nur eine sehr eng bemessene 
Summe in Aussicht gestellt, sodass es sich darum handelte einen Raum 
zu schaffen, welcher in knappster Form alle die vorliegenden Bedürf 
nisse zu befriedigen vermöchte. Es war ein Hörsaal zu schaffen, in 
welchem ebensowol mit Demonstrationen verbundene Vorlesungen, als 
auch pathologisch-anatomische Demonstrationskurse gehalten werden 
sollten; sodann sollten in demselben Raume pathologisch-histologische 
Kurse abgehalten werden; endlich sollte er so eingerichtet sein, dass 
auch die klinischen Sektionen vor den Zuhörern der Klinik mit einigem 
Nutzen für dieselben gemacht werden könnten. Diese verschiedenen 
in ihren Anforderungen sehr auseinander gehenden, ja sich wider 
sprechenden Aufgaben, für welche in anderen Instituten drei, ja vier 
Räume zur Verfügung stehen, in einem Raume zu erfüllen, ist durch 
eine besondere Konstruktion gelungen. 
Es dürfte deshalb eine kurze Beschreibung des neuen Hörsaales 
von Interesse sein.
	        
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